05. Nov 2007 12:13
Die großen sozialen Netzwerke wollen ihre Nutzer mit deutlich mehr Werbung konfrontieren. Außerdem soll die Reklame noch stärker als bisher auf die einzelnen Profile abgestimmt sein.
Außerdem könnten Nutzer ihr Kaufverhalten zum Beispiel in Online-Shops von Facebook-Werbepartnern aufzeichnen lassen und dann ihre Freunde über ihre Einkäufe auf dem Laufenden halten. Myspace wolle eine Art Selbstbedienungssystem einführen, mit dem Unternehmen Werbeplatz auf der Website buchen können, hieß es. Sie könnten sich dann auch aussuchen, welche Nutzergruppen die Werbung sehen sollen.Facebook und Myspace gehören zu den Social-Networking-Websites, auf denen die Nutzer eigene Seiten einrichten und miteinander kommunizieren können. Sie gelten derzeit als eines der lukrativsten Geschäftsmodelle im Internet, weil man über sie gezielte Werbung platzieren kann. Microsoft sorgte vor kurzem für Aufsehen, als der Konzern für einen Anteil von nur 1,6 Prozent an Facebook 240 Millionen Dollar zahlte.
Kritiker warnen schon seit langem, dass die Nutzer zu viele Informationen über sich auf den Websites preisgeben und so der Wirtschaft wertvolle Daten zum Kundenverhalten liefern. Bisher nutzten die Netzwerk-Betreiber die direkten Werbemöglichkeiten eher zurückhaltend. Allmählich müssen sie jedoch ihre hohen Nutzerzahlen - bei Myspace sind mehr als 200 Millionen Menschen angemeldet, bei Facebook mehr als 50 Millionen - verstärkt auch in Umsätze ummünzen. (dpa)