Eltern kennen Altersfreigabe bei PC-Spielen nicht01. Nov 2007 12:47  |  Immer in Action: Spieler des Klassikers "World of Warcraft" | Foto: GC Germany/dpa/gms |
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Eine neue Studie enthüllt: Fehlt das Zeichen der so genannten Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle, so gehen Eltern von einer Freigabe für jedes Alter aus. Das ist falsch. Jugendliche wissen es besser.
Viele Eltern wissen nicht, wie die Altersfreigabe bei Spielen funktioniert. So gingen viele Eltern fälschlicherweise davon aus, dass ein fehlendes Zeichen der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) eine Freigabe für alle Altersgruppen bedeutet, heißt es in einer neuen Studie des Instituts für Medienpädagogik in Forschung und Praxis (JFF) in München. Tatsächlich ist aber das Gegenteil der Fall: Fehlt das USK-Zeichen, ist das Spiel nicht für Kinder und Jugendliche freigegeben.
Im Gegensatz zu ihren Eltern kennen sich Jugendliche der Studie zufolge gut mit den USK-Freigaben aus. Allerdings hätten diese kaum Einfluss auf das eigene Spielverhalten. Nach dem Motto «Schutz ist gut für die anderen» werde auf das zugegriffen, was Spielspaß verspricht, und dazu gehörten in beträchtlichem Ausmaß für das Alter nicht freigegebene oder indizierte Spiele.
Viele Eltern durchschauten das Computerspielverhalten ihrer Kinder nicht, kapitulierten vor deren Spieltrieb oder trauten ihnen zu viel zu. Nach Ansicht der Forscher sind die Eltern schlicht überfordert. Ein Grund dafür sei, dass viele Eltern selbst keine PC-Spiele spielen. Eine Kurzfassung der Studie «Fokuspunkte und Optimierungshinweise zum Jugendmedienschutz aus der alltagspraktischen Perspektive» kann im Internet heruntergeladen werden. Informationen zu den Altersfreigaben von Computerspielen stehen auf der Internetseite der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle. (dpa)
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