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Filter bieten kaum Schutz vor Gewalt im Internet

30. Okt 2007 13:33
Solche Seiten können gefiltert werden: Kuppelkucker, eine Homepage des Deutschen Bundestages für Kinder
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Seiten mit gewalttätigen oder rechtsextremen Inhalten werden von den gängigen Filtersystemen für Kinder- und Jugendschutz kaum erkannt. Stattdessen sperren sie oft Websites, die extra für Kinder und Jugendliche entwickelt wurden.

So genannte Internetfilter bieten weiterhin keinen ausreichenden Schutz vor jugendgefährdenden Seiten. Die Effizienz bei gefährdenden Darstellungen von Gewalt und Rechtsextremismus sei insgesamt zu gering, teilte die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) am Dienstag mit. Gleichzeitig sperrten die Filtersysteme zu viele Inhalte, die eigens für Kinder und Jugendliche gemacht seien. Die Kontrollstelle jugendschutz.net hatte jüngst Jugendschutzfilter für das Internet zum zweiten Mal getestet und «erhebliche Defizite» festgestellt.

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Die Filter sollen unzulässige Inhalte blockieren und Heranwachsenden einen nach Altergruppen differenzierten Zugang zum Internet ermöglichen. Insgesamt wurden neun Filtersysteme geprüft, vier davon waren bereits 2006 getestet worden. Der Vergleich zeige, dass sich die Filterleistung innerhalb eines Jahres nur minimal weiterentwickelt habe, teilte die Kommission mit. Keines der geprüften Systeme schütze Kinder und Jugendliche ausreichend vor problematischen Inhalten im Internet.

Der Vorsitzende der KJM, Wolf-Dieter Ring, sagte, Eltern und Pädagogen könne somit derzeit noch kein Filterprogramm als flankierende Schutzmaßnahme im Internet empfohlen werden: «Wir setzen deshalb darauf, dass die Anbieter ihre Anstrengungen verstärken, um anerkennungsfähige Jugendschutzprogramme zu entwickeln.»

Bereits vorhandene Ressourcen könnten umfassend genutzt werden. Insbesondere fordere die KJM die Internetbranche auf, effiziente Jugendschutzfilter und ein automatisches Klassifizierungsverfahren für eine Filterung nach Alterseignung anzubieten, sagte Ring. (epd)

 
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