15.10.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Nicht nur in Schulen: Lernen am Bildschirm
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Die Nachfrage nach Online-Lernprogrammen wächst in Deutschland rasant. Vor allem Sprachen wollen Nutzer am Computer lernen. Doch in vielen Schulen hapert es noch an Soft- und Hardware.
PC-Anwender nutzen immer häufiger den Rechner, um Sprachen zu lernen und Wissenslücken aufzufüllen. Der Umsatz mit Lernsoftware wird im Jahr 2007 in Deutschland voraussichtlich um 16 Prozent auf rund 49 Millionen Euro steigen. Das teilte der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom) am Montag in Berlin mit. Grundlage der Prognose ist eine Studie des Marktforschungsinstituts GfK in Nürnberg.
Am beliebtesten sind den Angaben zufolge Sprachlehrprogramme. Ihr Marktanteil beläuft sich auf 37 Prozent. Es folgen Softwaretitel für Kinder (25 Prozent) und mit jeweils acht Prozent Programme zur PC-Anwendung und zu naturwissenschaftlichen Themen.
Der großen Nachfrage stehe allerdings ein geringes Interesse an den Schulen gegenüber, heißt es im Bitkom-Bericht weiter. Laut einer EU-Umfrage geben nur sechs Prozent der deutschen Lehrer an, den Computer regelmäßig im Unterricht einzusetzen. Ein Grund dafür sei die schlechte Ausstattung der Schulen mit Computern und Software.
Außerdem teilten sich in Deutschland rechnerisch elf Schülerinnen und Schüler einen Computer. In Großbritannien und den Niederlanden entfalle dagegen ein Rechner auf fünf Schüler. (nz/dpa)