netzeitung.deErstmals Web-Adressen auf Arabisch und Chinesisch

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Muss noch viele Sprachen lernen: Icann (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Muss noch viele Sprachen lernen: Icann
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Schon lange klagen Computer-Nutzer aus Ländern mit nichtlateinischen Schriften über die Beschränkung der Internet-Adressen auf das Alphabet. Das könnte sich bald ändern.

Die für die Verwaltung von Internetadressen zuständige Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (Icann) startet am 15. Oktober einen Test mit Domain-Namen in nichtlateinischen Schriften. Der Test wird es erstmals ermöglichen, vollständige Internet-Adressen in elf zusätzlichen Zeichensätzen aufzurufen: traditionelles Chinesisch, vereinfachtes Chinesisch, Arabisch, Persisch, Russisch, Hindi, Griechisch, Koreanisch, Hebräisch, Japanisch und Tamilisch.

Bei dem Testlauf werden die weltweit 13 Root-Nameserver der Icann mit Adressen in diesen Schriften gefüttert, so dass diese dann von jedem Internet-Browser aus aufgerufen werden können. Bislang beherrscht die Domain-Verwaltung bei den so genannten Top-Level-Domains, also den Endungen wie «de» oder «org» nur die Zeichen von a bis z, 0 bis 9 sowie den Bindestrich, insgesamt 37 Zeichen.

Internet-Nutzer aus Kulturräumen mit anderer Schrifttradition klagen schon lange über diese Beschränkung und fordern eine entsprechende Globalisierung der Internet-Verwaltung. Wenn der Test erfolgreich verläuft, sollen die neuen Zeichensätze bis Ende des nächsten Jahres eingeführt werden. (AP)