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Pornos im Netz - die Charts

05. Okt 2007 10:10
Antwortet immer: Google-Suchmaske
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Wer sucht wo und wie nach Sex im Internet? Außerdem: MyMüsli erfolgreich, neue MP3-Player von Microsoft, ein Porsche-Lenkrad für den PC und Zeitreisen mit Miomi.com. Maik Söhler kommentiert eine Woche im Netz.

Montag

Einen Umsatz von 70.000 Euro haben die Gründer des Online-Müsli-Bestelldienstes MyMuesli in nur fünf Monaten erzielt. Das berichtet das Weblog Exciting Commerce. MyMuesli bietet individuelle Müslis, die sich der Besucher auf der Seite problemlos selbst zustammenstellen und anschließend, verpackt in eine hübsche Dose, liefern lassen kann.

Mehr im Internet:
12.000 solcher Dosen wurden nach Angaben des Unternehmens seit April verkauft - und das ausschließlich mit minimaler Online-Werbung sowie Mail-, Blog- und Mundpropaganda. Zwischenzeitlich musste die Lieferung sogar ausgesetzt werden, da den Müsli-Mixern die passenden Dosen ausgegangen waren.

Dienstag

Microsoft stellt seine neue Version des hauseigenen MP3-Players Zune vor. Die neuen Geräte sollen Mitte November auf den Markt kommen und ähnlich wie die Produkte der Konkurrenz über einen Online-Store für Musik- und Videodownloads verfügen. Einige Modelle werden nach Angaben des Herstellers angeblich sogar Wlan-fähig sein, sodass auch unterwegs der Tausch von Musik mit anderen Nutzern von Zune möglich sei.

Mehr im Internet:
Den fast unüberwindbaren Abstand zu Apples iPod will Microsoft dadurch verringern, dass auf Zune auch Musik-MP3s ohne Kopierschutz angeboten werden. Über eine Million solcher MP3-Songs sollen zum Download bereit stehen. Über die Gerätepreise wurde bisher nichts bekannt.

Mittwoch

Klar - das Internet ist die größte Sex- und Porno-Halde der Welt. Aber das Internet ist weit. Wer wissen will, wo genau welche erotischen Online-Vorlieben zu Hause sind, der nutze doch einmal Google Trends.

Mehr im Internet:
Gibt man dort das Suchwort «Porn» ein, so spuckt die Seite folgende Antworten aus: Am häufigsten wird «Porn» derzeit in Australien gesucht, gefolgt von Großbritannien und Kanada. Aufgeschlüsselt nach Großstädten liegen bei derselben Suchanfrage Birmingham und Manchester (beide Großbritannien) knapp vor Brisbane in Australien.

Nach «Sex» wird dagegen am liebsten in Ägypten gesucht, die Inder und Türken können sich aber auch sehen lassen. Hier liegen mit Chennai und Delhi zwei indische Städte im Metropolen-Ranking vorn, sie konnten sich aber nur sehr knapp gegen Kairo durchsetzen.

Beim Suchwort «Fuck» verweist Griechenland Indien und Australien ebenso auf die Plätze wie sich Sydney gegen Los Angeles und Montreal durchsetzen kann. Und die Deutschen? Gehören sie denn bei der Untenrum-Internet-Suche nirgendwo zur Weltspitze? Doch. Die Wortkombination «Porn free» wird am zweithäufigsten in Deutschland in die Maske eingegeben.

Donnerstag

Freunde der Computerrennfahrerei aufgepasst! Der Gerätehersteller Fanatec kündigt ein so genanntes Force-Feedback-Lenkrad an, zu dem auch eine Gangschaltung sowie Pedale gehören. Es soll sich an alle gängigen PCs und an die Playstation 3 anschließen lassen und das Bildschirmgebretter abwechslungsreicher und authentischer machen. Das Lenkrad steht unter der Lizenz der Automarke Porsche.

Freitag

Vor kurzem in der offenen Testphase gestartet, bekommt ein neues, von großen Erwartungen und einem Startkapital von 100 Millionen Dollar begleitetes soziales Netzwerk so langsam erste Konturen: Miomi.com.

Mehr in der Netzeitung:
  • Im Chat mit dem Phantomgirl 03. Okt 2007 11:25
  • Plappern im Netz 20. Jun 2007 11:23
  • Faszinierend vielklingendes Zwitschern 20. Jun 2007 09:36
  • Twitter sprengen ist verboten, oder? 20. Jun 2007 09:20
  • Das Netz der Netze 28. Sep 2007 14:18
  • Gegründet von den drei jungen Österreichern Thomas Whitfield, Karlheinz Toni und Richard Schreiber vermischt Miomi.com zwei der erfolgreichgsten Webanwendungen der letzten Zeit: soziale Netzwerke und Microblogging. Oder anders gesagt: Miomi ist ein Hybrid aus Myspace und Twitter. Man legt sein eigenes Profil an, trifft sich auf den Seiten mit Freunden und Bekannten und kann online nachvollziehen, wo sie sich aufhalten und was sie machen.

    Denn eigene Erlebnisse können auf einer Zeitleiste, in der die User auch Beiträge veröffentlichen können, mit anderen geteilt werden. Man schreibt auf, wo man gerade ist und was man dort tut und andere kommentieren diese Einträge oder bewerten sie. Oder umgekehrt. So ergeben sich immer wieder neue Verknüpfungen innerhalb des Miomi-Kosmos - über «Momente», «Leute» und «Orte».

    Mehr im Internet:
    Dabei sind Zeitreisen nicht nur möglich, sondern auch gewollt. Was hast du am 1. Januar 2000 gemacht? Wer außer mir war am 25. Februar 2004 noch in Berlin? Erinnerungen werden ausgetauscht, «Zeitlinien» entwickelt, Freunde gewonnen. Im Gegensatz zu Microblogs wie Twitter oder Frazr sind Mitteilungen formal nicht auf zwei, drei Sätze begrenzt. Möglich wäre also, dass Mitglieder die Plattform nutzen, um die Öffentlichkeit zu suchen und Diktatur und Medienzensur zu umgehen. Leider findet man derzeit keine birmanischen Miomi-User.

    Miomi wirkt im Gegensatz zu manch anderen Netzwerken erstaunlich offen. Das mag mit der Integration von reichlich Kartenmaterial und Online-Enzyklopädien zu tun haben oder einfach damit, dass man hier vieles bewegen kann. Statik ist jedenfalls anderswo. Jetzt fehlen nur noch massenhaft User - so richtig viel los ist hier derzeit nicht.

     
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