Wer sich bisher eine der rund 15.000 Sendungen des Online-Fernseh-Portals Joost ansehen wollte, brauchte die Einladung eines Nutzers. Das hat sich nun geändert.
Das Internet-TV-Portal Joost ist ab sofort für alle Computernutzer frei zugänglich. Am Montag präsentierte das Entwicklerteam um Niklas Zennström und Janus Friis eine offene Beta-Version 1.0, die für die Betriebssysteme Windows und MacOS geeignet ist.
Bisher konnten User Joost nur mit einer Einladung benutzen. Das von den Skype-Gründern Zennström und Friis im Oktober 2006 unter dem Namen «The Venice Project“ gegründete, später dann in Joost umbenannte Internet-TV bietet momentan nach eigenen Angaben 250 Kanäle mit 15.000 TV-Sendungen an. Medienkonzerne wie Endemol, Viacom, CBS oder Paramount Pictures sind Vertragspartner des Unternehmens.
Joost beruht wie die meisten Musiktauschdienste auf der so genannten P2P-Übertragungstechnologie und will über die Fernsehfunktion hinaus auch ein soziales Netzwerk sein. Die User können sich innerhalb der Anwendung etwa über Chats und Instant Messages austauschen. Die Videos in Joost werden durch Werbeclips finanziert, sodass bei der Nutzung selbst keinerlei Kosten anfallen. (nz)