24.09.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Ein Jugendlicher an der Playstation
Foto: Peter Endig dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Weil der Sohn mal wieder zu lange am Computer saß, griff ein Vater in Rheinland-Pfalz völlig entnervt zur Schrotflinte. Der 16-Jährige wurde lebensgefährlich verletzt.
Im Streit um die Nutzung eines Computers hat ein Vater in Horhausen im Westerwald seinen Sohn mit einer Schrotflinte niedergeschossen und lebensgefährlich verletzt. Wie die Staatsanwaltschaft Koblenz am Montag berichtete, hatte der 16-jährige Sohn offenbar bereits längere Zeit am Computer gesessen.
Als der Vater den Jungen zum Abschalten drängte, sei es am vergangenen Samstag zum Streit gekommen. Dabei habe der 56-jährige Vater schließlich zu einer Schrotflinte gegriffen und den Jungen in den Kopf geschossen, berichtete der Leitende Oberstaatsanwalt Horst Hund. Der 16-Jährige wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen. Er befand sich am Montag außer Lebensgefahr.
Der 17-jährige Bruder des Verletzten konnte den Vater entwaffnen und die Polizei verständigen. Diese nahm den Vater, der sich in seinem Schlafzimmer eingeschlossen hatte, kurz darauf fest. Das Amtsgericht Koblenz erließ gegen ihn Haftbefehl wegen versuchten Mordes. (AP)