Bewerbungsfoto im Internet kann teuer werden
06.09.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Für die zwölf Abzüge des Porträts zahlte der Mann 44,50 Euro nebst weiteren 30 Euro für eine CD mit den Dateien. Einige der digitalisierten Fotos darauf sind von niedriger Auflösung, wie sie im Internet verwendet wird. Nur um damit seine Web-Präsentation auszugestalten, habe er diese zusätzlich bestellt, sagte der IT-Berater. Das sei aber nicht verabredet worden, hielt die Chefin des Studios dagegen: Bei dem Auftrag sei es allein um ein übliches Bewerbungsfoto gegangen.
Das Bewerbungsfoto dürfe aber nur für den vereinbarten Zweck benutzen, befand das Gericht. Selbst wenn bei der Auftragsannahme über eine weitere Online-Nutzung gesprochen worden sei, könne das im Zweifel nur so ausgelegt werden, dass seitens des Fotostudios lediglich der elektronische Versand an einzelne Arbeitgeber gemeint gewesen wäre - nicht aber die Veröffentlichung auf einer werbenden Internetseite. (ddp/nz)

