Sachsen-Anhalts Justiz blamiert sich auf Ebay
04.09.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Ein mit den Auktionen beauftragter Rechtspfleger hatte die Magdeburger Staatsanwaltschaft bei Ebay als so genanntes «Geprüftes Mitglied» anmelden wollen mit diesem Status gelten Ebay-Mitglieder als besonders vertrauenswürdig. Ebay prüft aber in solchen Fällen die angegebene Kontaktadresse.
Ein entsprechender Brief des Online-Auktionshauses an die Justizverwaltung des Landes konnte jedoch nicht zugestellt werden, da die Adresse irreführend gewesen sei: «Das Land Sachsen-Anhalt, vertreten durch das Justizministerium des Landes Sachsen-Anhalt, dieses vertreten durch den Generalstaatsanwalt in Naumburg, dieser vertreten durch den Leitenden Oberstaatsanwalt in Magdeburg».
Der Briefträger schickte das Schreiben schließlich mit dem Vermerk «Unzustellbar» an Ebay zurück. Das Konto wurde gesperrt. Nach Angaben des Justizministeriums ist der Sachverhalt inzwischen geklärt. Seit Montagnachmittag ist das Verkäufer-Konto «justiz-magdeburg» wieder aktiv. Die meisten der Auktionen müssen allerdings noch einmal gestartet werden. (nz)

