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Passwörter von Botschaften veröffentlicht

31. Aug 2007 19:47
Auch das Bürp des Dalai Lama ist betroffen
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Eine Schwede hat Zugangsdaten verschiedener Länder-Vertretungen, NGOs und dem Büro des Dalai Lama veröffentlicht. Es sei einfach gewesen, an die Daten zu gelangen.

Ein schwedischer Hacker hat die E-Mail- Adressen und Passwörter von zahlreichen Mitarbeitern internationaler Regierungen, Botschaften und Organisationen im Internet veröffentlicht. Damit können Fremde die E-Mail-Konten einsehen und benutzen.

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Unter den rund 100 Datensätzen sind die indische und die usbekische Botschaft in Deutschland. Beide Einrichtungen gaben dazu am Freitag zunächst keinen Kommentar ab. Nach indischen und schwedischen Zeitungsberichten sind einige der Zugangsdaten aber bereits von betroffenen Stellen bestätigt worden.

Zahlreiche Länder betroffen

Der Schwede Dan Egerstad aus Malmö, nach eigenen Angaben ein freiberuflicher Sicherheitsberater, hat die Daten auf seiner Internetseite veröffentlicht. Betroffen sind demnach die Vertretungen zahlreicher Länder, unter anderem die Botschaften von Indien, Russland und Iran in Staaten rund um den Globus. Zudem sind das Büro des Dalai Lama, die britische Visa-Behörde in Nepal und mehrere Non- Profit-Organisationen genannt.

Egerstad sagte in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa am Freitag, er wolle mit der Veröffentlichung auf die gravierenden Sicherheitsprobleme aufmerksam machen und die verschiedenen Organisationen dazu bewegen, ihre Mail-Konten abzusichern.

Niemand hat zugehört

«Ich habe eine ganze Reihe der betroffenen Leute kontaktiert, aber sie haben mir nicht zugehört», begründete er den ungewöhnlichen Schritt. Insgesamt habe er die Zugangsdaten zu rund 1000 Postfächern ausgelesen. Wie Egerstad an die Informationen gelangt ist, will er bislang nicht offenbaren. «Es war sehr leicht, ich bin über die Daten gestolpert», sagte er nur.

Die russische Botschaft in Schweden räumte einem Bericht der Zeitschrift «Computer Sweden» zufolge die Sicherheitslücke ein; sie sei mittlerweile beseitigt. Die Zeitung «Indian Express» schreibt, eigene Mitarbeiter hätten Dokumente aus dem Postfach des indischen
Botschafters in China herunterladen können. Zudem habe man bei der Vertretung in Berlin eine Mail indischer Studenten gefunden, die sich nach den fremdenfeindlichen Ausschreitungen im sächsischen Mügeln über die Sicherheit in Deutschland erkundigten.

Egerstad forderte Betroffene auf, ihn zu kontaktieren - er werde die Lösung des Problems kostenlos erklären. Kommerzielle Ziele verfolge er mit der Veröffentlichung nicht: «Ich bin glücklich mit meiner Arbeit und habe genug zu tun.» (dpa)

 
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