«Ich habe eine ganze Reihe der betroffenen Leute kontaktiert, aber sie haben mir nicht zugehört», begründete er den ungewöhnlichen Schritt. Insgesamt habe er die Zugangsdaten zu rund 1000 Postfächern ausgelesen. Wie Egerstad an die Informationen gelangt ist, will er bislang nicht offenbaren. «Es war sehr leicht, ich bin über die Daten gestolpert», sagte er nur.Die russische Botschaft in Schweden räumte einem Bericht der Zeitschrift «Computer Sweden» zufolge die Sicherheitslücke ein; sie sei mittlerweile beseitigt. Die Zeitung «Indian Express» schreibt, eigene Mitarbeiter hätten Dokumente aus dem Postfach des indischen
Botschafters in China herunterladen können. Zudem habe man bei der Vertretung in Berlin eine Mail indischer Studenten gefunden, die sich nach den fremdenfeindlichen Ausschreitungen im sächsischen Mügeln über die Sicherheit in Deutschland erkundigten.
Egerstad forderte Betroffene auf, ihn zu kontaktieren - er werde die Lösung des Problems kostenlos erklären. Kommerzielle Ziele verfolge er mit der Veröffentlichung nicht: «Ich bin glücklich mit meiner Arbeit und habe genug zu tun.» (dpa)