netzeitung.deBritische Gen-Datenbank voller falscher Einträge

 Herausgeber: netzeitung.de

Bei so vielen Fehlern ist selbst er machtlos: Computer der britischen Polizei (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Bei so vielen Fehlern ist selbst er machtlos: Computer der britischen Polizei
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Über 500.000 Namen in der Gen-Datenbank der britischen Polizei sollen fehlerhaft sein. Selbst das Innenministerium weiß die genaue Zahl nicht.

Die weltweit größte Gen-Datenbank ist voller Fehler. Rund 550.000 Namen in der vier Millionen Menschen umfassenden Datenbank der britischen Polizei sollen falsch, falsch geschrieben oder fehlerhaft sein. Das berichtete die britische Tageszeitung «Independent» unter Berufung auf Regierungskreise.

Demnach räumte Meg Hillier, Staatssekretärin im britischen Innenministerium, ein, dass die Anzahl der in der Datenbank geführten Personen von der Gesamtzahl der Einträge deutlich abweicht. Die Differenz betrage fast 14 Prozent. Die Behörde wisse selbst nicht genau, wie viele Einträge falsch seien. Eine Schätzung habe die Zahl 550.000 ergeben.

In der Datenbank sind mehr als fünf Prozent der britischen Gesamtbevölkerung erfasst. In ihr werden nicht nur Gen-Daten von verurteilten Straftätern gespeichert, sondern auch von all jenen, die einmal einer Tat verdächtigt und festgenommen wurden - selbst wenn anschließend keine Anklage erhoben wurde.

Das Innenministerium kündigte an, die Fehler zu beseitigen und die Gen-Profile mit Fingerabdrücken abzugleichen, um die Identität der erfassten Personen zu überprüfen. (nz)