27.08.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Gut geschützt? Internetcafé in Sydney
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Die australische Regierung hat einen Internetfilter zum Schutz der Jugend vor Pornografie entwickelt. Ein 16-Jähriger brauchte 30 Minuten, um ihn zu umgehen.
Nachdem Australiens Regierung in der vergangenen Woche eine Software veröffentlichte, die Kinder und Jugendliche von Porno-Seiten im Internet fernhalten soll, brauchte der 16-jährige Tom Wood am Wochenende nur 30 Minuten, um den Filter zu umgehen. Das berichtete die australische Tageszeitung «Herald Sun».
Der Schüler, der in Melbourne die zehnte Klasse besucht, manipulierte dabei auch noch die Taskleiste des Regierungsprogramms. So entstand der Eindruck, der Filter sei immer noch aktiv. Für das Programm hatte der Staat 84 Millionen australische Dollar - das sind fast 51 Millionen Euro - an Entwicklungskosten bezahlt.
Die Regierung reagierte umgehend und stellte auf ihren Servern einen neuen Filter zur Verfügung. Auch dieser wurde von Wood geknackt. Diesmal brauchte er 40 Minuten. (nz)