20.08.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Hat den Ausfall gut verkraftet: Auch das Frankfurter Büro der Nachrichtenagentur AP benutzt Skype
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Nach zwei Tagen Absturz funktioniert der Online-Telefondienst Skype wieder. Als Grund für den Ausfall gibt Skype viele System-Neustarts nach einem Update an.
Fast zwei Tage war der Voice over IP- und Instant-Messaging-Dienst Skype Ende der vergangenen Woche ausgefallen. Seit Samstag ist Skype wieder im Betrieb. Nun veröffentlichte das Unternehmen eine Erklärung für den Aussetzer.
Schuld sei eine Kettenreaktion, die nach einem Software-Update ausgelöst worden sei. Weltweit hätten viele Skype-Nutzer nach einem Software-Update ihren Computer innerhalb kurzer Zeit neu gestartet, so Skype. Dies habe sich katastrophal auf Skypes Netzwerk-Ressourcen ausgewirkt. Eine Flut von Login-Anfragen kombiniert mit dem Fehlen von Peer-to-Peer-Ressourcen habe dann die Kettenreaktion ausgelöst.
Eigentlich verfüge Skypes Peer-to-Peer-Netz über eine eingebaute Funktion, um sich selbst zu heilen, erläuterte die Firma. Doch im aktuellen Fall sei ein bisher nicht entdeckter Fehler in der so genannten Routine zur Allokation von Netzwerk-Ressourcen aufgetreten. In der Folge stand Skype der Mehrzahl seiner Nutzer knapp zwei Tage lang nicht zur Verfügung.
Skype schließt einen Angriff von außen kategorisch aus. Der Fehler habe im System von Skype selbst gelegen. Die Sicherheit der Nutzer sei jedoch zu keiner Zeit gefährdet gewesen. Mittlerweile habe man die Software verbessert, sodass die Nutzer bei neuen Problemen nicht noch einmal mit so weitreichenden Folgen konfrontiert würden. (nz/golem.de)