Deutsche Fahnder heben Kinderporno-Ring aus
17.08.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Zum Teil waren auf den Bildern Missbrauchshandlungen an Säuglingen und Kleinkindern abgebildet, wie Hiller berichtete. Die Daten zu den festgestellten ausländischen Computeradressen seien zur weiteren Identifizierung an die ausländischen Strafverfolgungsbehörden abgegeben worden. Allein in die USA wurden 27 Aktenordner an Beweismaterial versandt. Daneben waren insbesondere aus Großbritannien sowie aus Russland, Frankreich, Kanada, Italien, Niederlande, Australien, Spanien und Belgien eine hohe Anzahl von Zugriffen auf die Internetforen festzustellen.
So wurden in Spanien über 60 Tatverdächtige festgenommen, in Australien wurden 70 und in Neuseeland 28 Tatverdächtige identifiziert, wie Hiller berichtete. Der LKA-Präsident sagte, teilweise über Jahre andauernde Kindesmissbrauchs- Handlungen seien beendet und Produzenten von Kinderpornografie ermittelt worden. Ein 32-jähriger aus dem Kreis Kamenz in Sachsen habe mehrere sexuelle Missbrauchstaten an Kindern und Jugendlichen gestanden.
Bei dem Mann seien 39.000 Bilddateien mit kinderpornografischen Abbildungen und eine Vielzahl von CDs und DVDs mit selbst aufgenommenen Kinderpornos sichergestellt worden. Der Mann sitze in Untersuchungshaft. Ein 35-jähriger Mann, der berufsbedingt Kinder mit posttraumatischen Belastungsstörungen nach sexuellem Missbrauch betreute, geriet ebenfalls in das Visier der Fahnder. Bei ihm seien Bilder mit gequälten Säuglingen sichergestellt worden, berichtete Hiller. (AP)

