Diesem rabenschwarzen Ausblick folgen Szenarien mit scheinbar paradiesischen Zuständen wie jenes des Architekten Bernhard Franken über «Rapid Prototyping» und «Rapid Production»: Hier wird die Kaffeetasse zum Frühstück einfach mit einem «3D-Drucker» ausgedruckt. Deren Materie wird später verwendet, um beim Spielen mit dem Sohn in ein Spielzeugauto verwandelt zu werden. «Abends fehlt die Zahnbürste, also schreddert man den Mercedes und druckt sich eine Zahnbürste aus.» Das vermeintliche Paradies weicht aber schnell einer großen Sorge, wenn Franken überlegt, dass dann auch Waffen auf diese Weise produziert werden.Bei allen teilweise phantastischen Gedankengängen ist den meisten Zukunftsentwürfen die Überzeugung gemeinsam, dass der Trend weg geht von den materiellen Grundlagen der Gesellschaft und sich unterschiedlichen Ebenen der Simulation annähert. Besonders weitreichend ist da die Überlegung des britischen Zukunftsforschers Nick Bostrom, dass wir möglicherweise längst nicht mehr in der Realität, sondern in einer künstlichen «Matrix» leben.