14.08.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Ob das ein gutes Spiel ist? Teilnehmer der E-Sport-Bundesliga
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Kurz vor der Eröffnung der Fachmesse Games Convention spricht sich der Deutsche Kulturrat gegen ein Verbot von Computerspielen aus. Stattdessen sollten gute Spiele gefördert werden.
Anderthalb Wochen vor Eröffnung der Messe Games Convention in Leipzig hat sich der Deutsche Kulturrat gegen ein Verbot von Computerspielen ausgesprochen. «Die Bundesregierung sollte vielmehr Förderstrukturen für Computerspiele ähnlich wie im Filmbereich schaffen und Preise ausloben», forderte Geschäftsführer Olaf Zimmermann am Dienstag in Berlin. Auch für Computerspiele gelte die Kunstfreiheit. Die größte europäische Computerspielemesse findet vom 23. bis zum 26. August in Leipzig statt.
Zimmermann betonte, Jugendschutz sei wichtig. Aber lediglich der kleinste Teil aller Computerspiele, nämlich rund sechs Prozent, werde als jugendgefährdend eingestuft. Um mit ihnen richtig umzugehen, müsse die Medienkompetenz «der Akteure der kulturellen Bildung» verbessert werden. Zensur sei falsch. Vielmehr müsse Qualität, «positive Spiele» und «das, was es am Markt schwer hat», gefördert werden.
Dafür müsse die Bundesregierung «sehr schnell» entsprechende Förderstrukturen aufbauen. Schon im kommenden Jahr könnte dann die Förderung einsetzen. «Guten Computerspielen muss der rote Teppich ausgerollt werden, wie wir das beim Film auch machen.» Um die Debatte zu beleben, hat der Deutsche Kulturrat das Buch «Streitfall Computerspiele: Computerspiele zwischen kultureller Bildung, Kunstfreiheit und Jugendschutz» veröffentlicht. In ihm kommen Politiker wie der bayerische Innenminister Günther Beckstein, Pädagogen und Wissenschaftler zu Wort. (AP)