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Lupe Vater erstattet Anzeige gegen SchülerVZ

Auf SchülerVZ fänden sich Pornografie und Volksverhetzung. Deshalb hat ein Familienvater das Netzwerk sowie den Verlag Holtzbrinck angezeigt.

Der Vater einer 13-jährigen Nutzerin von SchülerVZ hat am Donnerstag Strafanzeige gegen die Betreiber des Online-Netzwerkes und den Verlag Holtzbrinck wegen der Verbreitung pornographischen Materials und wegen Volksverhetzung erstattet. Das bestätigte die Kriminalpolizei in Schwetzingen, bei der die Anzeige einging, dem Onlinemagazin «Stern.de».

«Diese Seite ist für Kinder freigegeben, und trotzdem wird hier pornographisches Material zur Verfügung gestellt und der Holocaust geleugnet», sagt der Schwetzinger Ralf S. «Deshalb habe ich gegen die Betreiber und Holtzbrinck als Besitzer der Seite Strafanzeige gestellt».

Anlass für die Anzeige sind von Nutzern des Angebots eingestellte pornographische Fotos und Namen von Nutzergruppen, die auf rechtsextreme Inhalte hindeuten. Ende Juli dieses Jahres waren die Inhalte der Seiten durch eine Veröffentlichung von «Stern.de» bekannt geworden. Für S. erfüllen die Inhalte des Angebots die Straftatbestände der Volksverhetzung nach Paragraf 130 des Strafgesetzbuches und der Verbreitung pornographischer Schriften nach Paragraf 184 des Strafgesetzbuches. Bei einer Verurteilung drohen Haftstrafen.

Vertreter von SchülerVZ wollten sich zu der Anzeige nicht äußern. «Kein Kommentar dazu, solange wir den Inhalt der Anzeige nicht kennen», sagte Sprecher Dirk Hensen. Ähnlich äußerte sich auch Konstantin Urban, Geschäftsführer von Holtzbrinck Ventures, dem Besitzer von SchülerVZ. «Ich kenne die Anzeige nicht und gebe deshalb dazu keinen Kommentar ab», sagte Urban «Stern.de». (nz)