09.08.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Spock sucht Kirk
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Eine neue Suchmaschine macht sich daran, möglichst exakte Profile von Menschen zu erstellen. Nur der Name des Dienstes ist alles andere als menschlich.
Ein Start-up aus den USA hat am Mittwoch eine Suchmaschine ins Netz gestellt, die auf das Auffinden von Menschen spezialisiert ist. Das Konzept von Spock.com basiert auf einer Mischung aus Google und Web-2.0-Elementen. Per Suche kann der Nutzer Personen aufspüren und zu jeder Person passende Webseiten hinzufügen.
Spock.com will «Ergebnisse rund um Menschen präsentieren. Auf diese Weise unterscheiden wir uns von anderen Suchmaschinen: Wir sind nur auf Menschen ausgerichtet», verkündete Jay Bhatti, einer der Gründer, zum Start am Mittwoch. Die Daten beschafft sich Spock.com vor allem aus sozialen Netzwerken wie Xing, Flickr oder Facebook.
Nach Angaben der Betreiber sollen bereits 100 Millionen Menschen in der Suchmaschine zu finden sein. Dabei handelt es sich bislang überwiegend um Prominenz aus Sport, Entertainment und Politik - am häufigsten gesucht wird derzeit allerdings der im Kasinogeschäft reich gewordene US-Unternehmen Kirk Kerkorian. Die Nutzer der Seite werden aufgerufen, weitere Informationen per Links sowie neue Profile hinzuzufügen.
Viele SicherungenEin Filter soll dafür sorgen, dass keine Fehlinformationen veröffentlicht werden. Üble Nachrede und Beleidigungen sollen so verhindert werden, wie die Betreiber ausführten. Gleichzeitig sollen sich die Nutzer von Spock.com untereinander bewerten. Auch das könne helfen, falsche Angaben und Fake-Profilen auf ein Minimum zu beschränken. Ferner können auf Spock.com erwähnte Personen ihre Daten löschen lassen.
Derzeit ist die Seite im Testbetrieb öffentlich zugänglich. Sie ist für die Nutzer kostenlos und soll sich über Werbung finanzieren. (nz/golem.de)