Allein in den letzten beiden Juli-Wochen seien von den unbekannten Absendern 415 Millionen Spam-Mails verschickt worden, um weitere Computerbesitzer auf präparierte Websites zu locken. Dort wartet dann ein so genanntes Rootkit auf sie.Einmal aktiviert, versteckt sich solche Schadsoftware im Betriebssystem und ist nicht so leicht wie ein Virus oder Trojaner zu entfernen. Die befallenen Rechner können über die Rootkits ferngesteuert werden und werden somit nicht selten selbst zu Absendern von Spam. Deswegen spricht man in diesem Zusammenhang auch von «Zombies».
Die Fachpresse berichtet, nur selten zuvor habe man eine derartige Verbreitung von Schadsoftware in so kurzer Zeit erlebt. Um Gegenmaßnahmen von Antiviren-Unternehmen zu vermeiden, hätten «Zombie»-Netzwerke bisher meist aus einigen zehntausend infizierten Rechnern bestanden, die an Spammer und Passwort-Betrüger vermietet worden wären.