06. Aug 2007 10:43
Nordrhein-Westfalen versucht, Handy-Hersteller zum Einbau von Sicherungen in die Mobiltelefone zu verpflichten. Damit soll die Verbreitung der unter Schülern zuweilen beliebten Gewaltfotos und -videos verhindert werden.
Nach Angaben des CDU-Medienexperten Thomas Jarzombek laufen derzeit entsprechende Gespräche zwischen der NRW-Staatskanzlei und den großen Mobilfunkbetreibern. Diese sollen anschließend auf die Handy-Hersteller einwirken.Aber auch diskriminierende Aufnahmen von Lehrern im Unterricht könnten auf diese Weise eher unterbunden werden als durch ein totales Handy-Verbot an Schulen, sagte Jarzombek der Zeitung. Erst am vergangenen Freitag hatte Schulministerin Barbara Sommer dem Mobbing gegen Lehrer im Internet erneut den Kampf angesagt.
Die Staatskanzlei hat bei ihren Gesprächen mit den Mobilfunkbetreibern einen Trumpf im Ärmel. Die Länder könnten es ihnen untersagen, die bei Jugendlichen beliebten und zum Teil teuren Handy-Spiele anzubieten. Vor diesem Hintergrund, so heißt es, signalisierten die Unternehmen durchaus Entgegenkommen. (nz)