03.08.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Lebensmittel sollten hier nicht sein: Lager von Amazon.com
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Irgendwie war das alles doch schon einmal da: Nun, Jahre nach der Internet-Blase, liefert in den USA Amazon.com frische Lebensmittel. Testregion ist ein Vorort von Seattle.
Der Internet-Einzelhändler Amazon.com testet in einem kleinen Pilotversuch in den USA den Versand frischer Lebensmittel. An dem Projekt nehme eine kleine Gruppe von Kunden in einem Vorort von Seattle im US-Bundesstaat Washington teil, berichtete das «Wall Street Journal» am Freitag.
Sie könnten online frische Früchte, Gemüse, Fleisch und Milch bestellen, die dann am folgenden Tag ins Haus geliefert würden. Der Service soll im Anschluss zunächst auf weitere Vororte von Seattle, dem Firmensitz des Unternehmens, ausgeweitet werden.
Um das Jahr 2000 herum waren ähnliche Online-Supermarktdienste mit dem Platzen der Internet-Blase zum Teil spektakulär gescheitert. 2001 ging die Internetfirma Webvan Group unter. Das Unternehmen hatte Investment-Kapital in Milliardenhöhe verbrannt und mit einem Schlag 2000 Mitarbeiter entlassen müssen. Einer der wesentlichen Fehler bestand darin, dass der erhebliche Aufwand für entsprechende Infrastruktur für verderbliche Ware unterschätzt worden war.
«Es ist wichtig, dass wir sehr klein starten und dies ein Test ist», sagte Amazon-Sprecher Craig Berman der Zeitung. Die Lebensmittel wolle das Unternehmen in lokalen Kühlhäusern lagern und in Kühlboxen ausliefern. Für den Anfang in Seattles Vorort Mercer Island sollen zwölf Lkws rollen. Insofern ähnelt das Projekt in seinem Umfang den auch anderorts etablierten Lieferservices, etwa für Bio-Lebensmittel. Wie hoch das Investment für den Test ist und wie viele Mitarbeiter Amazon dafür abstellt, behielt das Unternehmen für sich. (nz/dpa)