30. Jul 2007 13:43
In Südamerika steht Microsoft dieser Tage heftig in der Kritik. Eine digitale Bewegung protestiert gegen ein Regierungsabkommen mit dem Konzern.
Die Regierung hatte, wie erst jetzt bekannt wurde, bereits am 9. Mai ein umfangreiches Abkommen mit Microsoft über den Einsatz von Software in Einrichtungen des Staates und des Bildungswesens unterzeichnet. Die Protestbewegung kritisiert, der Vertrag sei ohne öffentliche Ausschreibung, transparentes Verfahren und ohne alternative Angebote zu Stande gekommen. Darüber ärgerten sich viele Chilenen und schlossen sich im Internet zur so genannten Bewegung der digitalen Befreiung («Movimiento de Liberación Digital») zusammen. Das Ziel der Bewegung ist es, die Regierung zur Rücknahme des Vertrags zu drängen. Sie fordert außerdem Mitsprache bei den neuen Informationstechnologien.