Speicher einfach auslagern
30.07.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Die gängigen Kapazitäten der externen Platten beginnen laut Peter Knaak von der Stiftung Warentest in Berlin heute bei 80 Gigabyte (GB) - das Speichervermögen des größten derzeit erhältlichen iPod. Viele Geräte können ein paar Hundert GB speichern, manche aber auch weit mehr als ein Terabyte (TB). In letzteren drehen sich jeweils mindestens zwei Festplatten. «Die größte einzelne hat 750 GB, aber bald wird es auch welche mit einem Terabyte geben.»
Eine 80-GB-Platte sei momentan schon für rund 50 Euro zu haben, sagt Knaak. Ein TB Speicherkapazität gibt es zum Beispiel bei Teac in Form des Modells HD-35x2PUK zum Preis von 279 Euro. Teurer sind die Platz sparenden 2,5-Zöller. Hier verlangt etwa Freecom für ein 250-GB-Modell aus der ToughDrive-Serie 219 Euro. «Das wird aber auch von einer Silikonhülle geschützt», sagt Freecom-PR-Managerin Monika Feldschow in Berlin.
Eine zunehmende Rolle spielen externe Netzwerkfestplatten, wie sie etwa Freecom anbietet. Sie ermöglichen nach Feldschows Worten allen Rechnern im Netzwerk den Zugriff auf die gespeicherten Daten. «Dazu wird die Platte an den Router angeschlossen», erklärt Knaak. Dabei sollte der Nutzer darauf achten, dass sie sich nicht zu sehr aufheizt. Ununterbrochener Betrieb wird deshalb besser vermieden.
Aber auch bei Platten, die ganz ohne Netzwerk an einen einzigen Rechner gestöpselt werden, darf das Thema Hitzeentwicklung nicht zu locker genommen werden. Denn externe Platten haben in der Regel eine passive Kühlung. Das heißt, sie geben die sich entwickelnde Wärme allein über ihr Leichtmetallgehäuse ab. Das funktioniert laut Peter Knaak dann am besten, wenn sie hochkant stehend benutzt werden. «Die Gehäuse haben dafür oft Füßchen.»
Noch wenig verbreitet und daher teuer, aber dennoch zunehmend im Kommen sind Modelle mit Flashspeicher. «Sie müssen mit einem GB-Preis von 12 bis 25 Euro rechnen - bei gängigen 3,5-Zoll-Platten sind das im Moment 30 Cent bis 1,20 Euro», sagt Schmelzle. Auch bei den Kapazitäten können die neuen Modelle noch nicht mithalten: «In diesen Tagen müsste die erste 64-GB-Platte auf den Markt kommen.»
Dafür haben die Flash-Platten zwei entscheidende Vorteile: «Die sind richtig robust, da sie keine beweglichen Teile haben», erklärt Michael Schmelzle. Bei herkömmlichen Platten müssen vor allem Stürze vermieden werden. Zudem kann der Nutzer um ein Vielfaches schneller auf seine Daten zugreifen. Ob Flash bei den externen Speichermedien deshalb über kurz oder lang Standard wird? «Irgendwann bestimmt», lautet Schmelzles Einschätzung - «wenn es bis dahin nicht irgendeine neue Technologie gibt.» (Florian Oertel, dpa)

