netzeitung.deSuche im Internet wird sicherer

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Nach Google reagieren nun auch Ask.com und Microsoft auf die Kritik von Datenschützern. Ihre Suchmaschinen sollen künftig die Privatsphäre der Nutzer besser achten.

Ask.com bietet seinen Nutzern als erste größere Suchmaschine an, die Suchanfragen komplett zu löschen. Dafür sei das Programm Ask-Eraser entwickelt worden, so das Unternehmen. Ask-Eraser solle dem Datenschutz und der Wahrung der Privatsphäre der Nutzer dienen.

Hintergrund dieses Schritts sind Vorfälle, bei denen entweder aus Nachlässigkeit der Betreiber oder auf gerichtliche Anordnung Informationen zu Suchanfragen an die Öffentlichkeit gerieten. Diese Informationen können unter Umständen viel über den Einzelnen, seine persönlichen Lebensverhältnisse oder seine Krankengeschichte aussagen.

Die Löschung der Suchanfragen allein bietet aber noch keinen Schutz der Privatsphäre. Denn die Anfragen laufen über einen Internet-Provider, der gesetzlich verpflichtet ist, alle Daten eine bestimmte Zeit lang zu speichern. Zudem dürften etliche Suchanfragen, die über Ask.com laufen, auch bei Google gespeichert werden. Google ist ein Anzeigenpartner von Ask.com.

Das Unternehmen kündigte aber an, Verträge mit Dritten wie Google daraufhin überprüfen zu wollen, dass auch die Vertragspartner die anfallenden Daten möglichst schnell löschen. Der Ask-Eraser muss von den Nutzern aktiviert werden und soll Ende des Jahres zur Verfügung stehen.

Anonym nach 18 Monaten
Auch Microsoft will nach 18 Monaten die gesammelten Daten anonymisieren, die bei der Nutzung der hauseigenen Suchmaschine Windows Live anfallen. Aus Suchanfragen sollen alle Cookies, die IP-Adresse sowie andere Daten zur Nutzeridentifikation in eine anonyme Form übertragen werden.

Die Speicherdauer werde nur dann verlängert, wenn der Nutzer dies ausdrücklich wünsche. Zudem soll der Microsoft-Kunde mehr Einflussmöglichkeiten erhalten, um Einfluss auf die Rahmenbedingungen der Datenspeicherung zu nehmen.

Die Suchergebnisse selbst könnten dann zwar keiner Person mehr zugeordnet werden. Gelöscht aber sind sie nicht. Microsoft kann sie weiterhin verwenden. Zugleich forderte das Unternehmen zusammen mit Ask.com andere Firmen auf, mehr für den Datenschutz zu tun.

In der vergangenen Woche hatte auch Google auf Druck von europäischen Datenschützern bekannt gegeben, Cookie-Daten nur noch zwei Jahre lang speichern zu wollen. Zuvor sollten die Cookies erst im Jahr 2038 gelöscht werden. (nz/golem.de/AP)