iTunes bietet Oberfläche mit Tiefgang
23.07.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Die vielleicht ausgeklügeltste besteht im Anlegen «intelligenter» Playlisten. Das lohnt sich zum Beispiel für Nutzer, die Unmengen an Musik auf dem Rechner gespeichert haben, aber einen iPod Nano mit nur vier Gigabyte großer Festplatte besitzen. «Dann kann man sich eine in der Größe begrenzte Liste anlegen», erklärt Jesper Frommherz, Betreiber des Mac-Forums «Apfeltalk.de» in Witten. Wird der MP3-Spieler dann zum Synchronisieren angeschlossen, gibt der Nutzer an, dass er nur die entsprechende Playlist übertragen möchte.
Wie das geht, lasse sich am besten herausfinden, indem die von Apple vorgegebenen Listen angeschaut werden. «Dabei kann man ein bisschen mit den Filtern herumspielen.» Und schon wird zum Beispiel aus der vorgegebenen Liste mit den 25 meistgespielten Songs eine doppelt so lange mit den 50 persönlichen Top-Titeln.
Wer eine seiner Zusammenstellungen anderen vorstellen will, kann sie als so genannten iMix im iTunes-Store zugänglich machen, über den Apple unter anderem MP3s verkauft. «Das funktioniert unter 'Datei' und 'iMix erstellen'», sagt Apple-Sprecher Georg Albrecht in München. Von dort aus kann die Liste in die eigene Webseite, zum Beispiel das persönliche Blog eingebunden werden - über den Button «Im Web veröffentlichen».
Wer CDs in iTunes einliest, die schon einige Jahre alt sind, wird feststellen, dass sie beim Abspielen leiser klingen als aktuelle Downloads. «Man kann dann für die gesamte Bibliothek die Lautstärke anpassen», sagt Albrecht. Hinter «Einstellungen» und «Wiedergabe» verbirgt sich der entsprechende Menüpunkt. «Davon würde ich aber abraten», sagt Müller: Da die lauteren Stücke den leiseren angepasst werden, leidet ihre Klangqualität. Höchstens bei kürzeren Playlists empfehle sich die Anpassung, wenn sie etwa auf CD gebrannt werden.
Für alle, die nicht genug Musik besitzen, sind in iTunes Podcasts aus den verschiedensten Stilrichtungen gespeichert. Wer beim Surfen im Netz weitere findet, kann sie in iTunes ziehen und künftig von dort aus starten. «Unter 'Erweitert' gibt es den Menüpunkt «Podcast abonnieren», da müssen Sie die URL eingeben», erklärt Georg Albrecht. Und wem der Sinn eher nach Gucken steht: Das Programm spielt auch Video-Podcasts und Filme in anderen Formaten ab.
Die Software funktioniert nicht nur im Zusammenspiel mit dem iPod: «Es gibt für einige Player Plugins», sagt Müller. «Sie können aber nicht alle Dateien auf diese Player übertragen, zum Beispiel Musik aus dem iTunes-Store, die noch mit Kopierschutz versehen ist.»
Und iTunes lässt sich aufpeppen: «Es gibt viele zusätzliche Programme», sagt Frommherz. «Ich hab mir eines namens Gimmesometune geladen.» Es platziert sich in der Menüleiste und sucht etwa nach Cover-Bildern - über den Online-Versandhändler Amazon. «Wenn man will, blendet es auch Songtexte ein.» (Florian Oertel, dpa)

