17.07.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Und so werden Cookies im Internet Explorer gelöscht: Optionsanzeige eines Computers
Foto: Jens Schierenbeck/dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Der weltweit führende Betreiber von Suchmaschinen reagiert auf die Kritik von Datenschützern und will einige Informationen über Google-User künftig schneller löschen.
Google ändert seinen Umgang mit den so genannten Cookies. Wie das Unternehmen am Dienstag bekannt gab, sollen die kleinen Textdateien künftig nur zwei Jahre halten. Bislang hatte Google seinen Cookies eine Haltwertzeit bis zum Jahr 2038 verpasst.
Als Cookies bezeichnet man Informationen, die ein Webserver zu einem Browser sendet oder die durch ein so genanntes Java-Script erzeugt werden. Diese temporären Internetdateien liegen auf dem Rechner des Nutzers und werden bei jedem Aufruf an die entsprechenden Webseiten übermittelt. Je nach Einstellung verfallen sie automatisch oder können vom Nutzer gelöscht werden.
Google hatte seinen Cookies jedoch eine Lebensdauer bis zum Jahr 2038 gegeben. Zu lange, wie Datenschützer kritisierten. So könne der Suchmaschinenbetreiber noch nach Jahren einzelne Nutzer wiedererkennen und mit den gespeicherten Daten durchleuchten. Das Unternehmen speichere alle Suchanfragen und biete diverse Dienste, die persönliche Daten erfassen: vom E-Mail-Programm über Kalender und Fotoalben bis hin zum Social Network.
Zwei Jahre ohne GoogleMit der Ankündigung, die Lebenszeit seiner Cookies auf zwei Jahre zu begrenzen, reagiert Google nun auf diese Kritik. Allerdings soll diese Spanne bei jedem Besuch erneuert werden. Nur wenn jemand zwei Jahre nicht auf Google zugreift, verfällt das Cookie von selbst. Der User kann die Google-Cookies allerdings zu jeder Zeit selbst löschen.
Bereits im Juni 2007 hatte Google angekündigt, alle Server-Logs nach 18 bis 24 Monaten zu anonymisieren. Gespeicherte Suchanfragen könnten dann nicht länger einzelnen Nutzern zugeordnet werden. (nz/golem.de)