netzeitung.deGeheime Bundeswehrdaten endgültig weg

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Drück Apfel S, vermeide Stress: Ein Oberstleutnant der Bundeswehr an seinem Laptop (Foto: Marcel Mettelsiefen dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Drück Apfel S, vermeide Stress: Ein Oberstleutnant der Bundeswehr an seinem Laptop
Foto: Marcel Mettelsiefen dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Die angeblich aus Versehen gelöschten Daten über geheime Militäreinsätze sind wohl unwiederbringlich verloren. Die letzten Hoffnungen ruhen nun noch auf einem Notebook.

Das Bundesverteidigungsministerium rechnet nicht mehr damit, angeblich gelöschte Dokumente aus den Jahren 1999 bis 2003 zu geheimen Militäreinsätzen wiederzufinden. Das berichtet das Nachrichtenmagazin «Focus» unter Berufung auf einen bundeswehrinternen Bericht.

Die «zur damaligen Zeit gespeicherten Daten sind nach Auffassung der Fachleute nicht mehr rekonstruierbar», zitiert «Focus» aus dem Papier. Etwa zehn Gigabyte an Daten seien verloren gegangen.

Im Amt für Nachrichtenwesen der Bundeswehr soll bei einer Datenpanne der gesamte Bestand an Geheimdienstinformationen aus den Jahren 1999 bis 2003 vernichtet worden sein. Das war im Juni durch ein Schreiben des Staatssekretärs Peter Wichert an den Verteidigungsausschuss des Bundestages bekannt geworden. Wichert räumte damals ein, die betreffenden Daten seien Ende 2004 wegen einer technischen Panne «verloren gegangen».

KSK-Daten auf einem Notebook?
Erschwerend komme hinzu, dass derzeit niemand genau wisse, welche Meldungen fehlen, so «Focus». Wahrscheinlich handele es sich unter anderem um Mitteilungen des Hauptquartiers der multinationalen Brigade in Afghanistan und des Zentralkommandos der US-Streitkräfte.

Einige Originaldaten könnten eventuell auf einem Notebook wieder sichtbar gemacht werden, schreibt «Focus» weiter. Auf diesem Notebook seien Berichte über Geheimeinsätze der Elitetruppe KSK gespeichert gewesen. (nz/golem.de)