26.06.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Nun trägt auch der Bund einige Puzzleteilchen bei: Wikipedia
Foto: wikipedia.org
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Wenn es um nachwachsende Rohstoffe geht, wollen das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und die deutsche Wikimedia-Abteilung künftig zusammenarbeiten.
Die Online-Enzyklopädie Wikipedia erhält Hilfe von der deutschen Regierung. Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz werde die Wikipedia-Gemeinschaft dabei unterstützen, Fachartikel zu nachwachsenden Rohstoffen zu erstellen, heißt es in einer am Dienstagmorgen von Wikimedia verbreiteten Presseerklärung. Das Projekt werde aus Mitteln des Bundesministeriums finanziert. Es soll auf drei Jahre angelegt sein.
Die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) werde mit der Wikipedia-Gemeinschaft zusammenarbeiten und aktuelle Informationen zu nachwachsenden Rohstoffen bereitstellen. «Einzelne Stichwörter sind in der Wikipedia schon heute vorbildlich beschrieben», sagte FNR-Geschäftsführer Andreas Schütte zum aktuellen Bestand des Themengebiets «nachwachsende Rohstoffe» auf Wikipedia.de.
In anderen Fällen aber seien die Stichwörter nur sehr knapp gehalten, nicht aktuell oder nicht vorhanden. «Gemeinsam mit der Wikipedia-Community und bisher noch nicht in der Wikipedia aktiven Experten wollen wir dies in den kommenden drei Jahren nachhaltig ändern», verkündete Schütte.
Das mit der Durchführung des Projekts beauftragte Nova-Institut sucht nach eigenen Angaben die enge Zusammenarbeit mit der Gemeinschaft der Wikipedia-Autoren. «Zunächst wollen wir gemeinsam eine Bestandsaufnahme und die Erarbeitung einer Stichwortliste angehen», sagte der Nova-Geschäftsführer Michael Carus. Geplant seien gemeinsame Workshops und die Anhörung von Experten.
Für reibungslose Zusammenarbeit soll auf der anderen Seite ein aktiver Wikipedia-Koordinator sorgen, der das Projekt kontinuierlich begleitet. (nz/golem.de)