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Lupe US-Webradios wollen leise protestieren

In den USA wollen am Dienstag tausende Internetradios ihren Sendebetrieb aussetzen oder nur ein Minimalprogramm anbieten. Als Grund nennen sie einen drohenden Anstieg der Gebühren.

Tausende von Internetradios in den USA wollen aus Protest gegen höhere Lizenzgebühren für Musik am morgigen Dienstag offline gehen. So soll die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf ihre Probleme gelenkt werden. Außerdem werden die Hörer am so genannten «National Day of Silence» angehalten, gegen eine geplante Gebührenerhöhung zu protestieren.

Die Webradio-Betreiber sagen, die Gebührensteigerung bedrohe das Geschäftsmodell der Internetradios. Das so genannte Copyright Royalty Board beschloss Anfang März eine Erhöhung. Sie soll Mitte Juli in Kraft treten.

Jake Ward, Sprecher der Save-Netradio-Vereinigung, sagte: «Die künstliche und maßlose Erhöhung der Gebühren bedroht tausende von Webcastern im ganzen Land.» Besonders betroffen seien nichtkommerzielle Anbieter. Im Rahmen der Protestveranstaltung sollen die Hörer aufgefordert werden, sich an ihre Kongressabgeordneten zu wenden. Diese sollen dann die Erhöhung verhindern.

Einige Webradios wollen ihre Streams komplett abschalten. Andere planen, ihre Musikangebote mit langen Sendepausen zu unterbrechen oder sie mit Meeresrauschen zu versehen. Mit kurzen Informationsbeiträgen sollen die Hörer über den Grund der Aktion informiert werden. (nz/golem.de)