Ein Spammer packt aus
25.05.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Mit 17 Jahren fing er an, im großen Stil unerwünschte Werbemails zu verschicken. 70 Prozent seiner Zeit seien dafür draufgegangen, herauszufinden «wie die diversen Spam-Filter zu überlisten sind, technologisch immer einen Schritt voraus sein.» Den Rest seines im Durchschnitt 14 Stunden dauernden Arbeitstages verbrachte er mit dem Spammen selbst.
Ein soziales Gewissen spricht er seinen Spammerkollegen ab. Der Ausstieg aus der Szene sei wie ein Entzug gewesen: «Ich kannte ja fast nur Leute aus dem Spam-Universum, alle meine Freunde waren auch Spammer.» Nun hält er einen Vortrag im Rahmen des EU-Spam-Symposions am Technikum Wien.
Die Entscheidungen sind gefallen, die Preisträger des Mobile Film Festivals wurden am 24. Mai in der Berliner Volksbühne geehrt. Zur Wahl standen 51 Kurzfilme, die teilweise mit Handy- oder Computerkameras aufgenommen wurden.
Über die Auszeichnungen in den Kategorien bester Film, beste Regie und originellste Idee entschied eine Jury. Internetzuschauer konnten per SMS den Publikumspreis vergeben. Bester Film wurde Antje Brameyers «First Dice Vid» über die Kunst, vier Würfel mittels eines Bechers zu stapeln. Jörg Fritzsche räumte mit dem Video «Rauchen kann tödlich sein» gleich zwei Auszeichnungen ab: den Preis für die beste Regie und den Publikumspreis.
Alle Filme lassen sich auf der Internetseite des Mobile Film Festivals ansehen. Sie können auch versandt und in Blogs eingebaut werden.
Noch aber ist Joost - um im Bild zu bleiben - ein Kleinkind. Die Software, die ähnlich wie das amerikanische Bittorrent auf der P2P-Übertragungstechnologie basiert, läuft derzeit nur im Testbetrieb, Beta-Status genannt. Im Gegensatz zu Bittorrent, wo Medieninhalte kostenplichtig heruntergeladen werden müssen, kostet Joost nichts außer Zeit, Geduld und Nerven.
Die Programmmischung ist eigenwillig. Offensichtlich mangels ausreichender Kooperationspartner stehen interessante und völlig grottige Kanäle wahllos nebeneinander. In der Sparte «Sport & Games» etwa finden sich vom Energy-Drink-Hersteller «Red Bull» produzierte Videos neben dem einfach nur fantastischen italienischen Soccer-Channel. Dieser zeigt zum Beispile eine mehrteilige Reihe namens «Goal Parade». Dabei handelt es sich um einen Zusammenschnitt der schönsten Tore, derer die Fernseharchive des italienischen Fernsehens habhaft werden konnten.
Mit Streamcast Networks, dem Unternehmen hinter der P2P-Software Morpheus, hat sich in dieser Woche auch der erste mächtige Gegner eingestellt. Vor einem Gericht in Los Angeles hat Streamcast gegen Joost und andere Klage wegen eines angeblich unrechtmäßigen Einsatzes der P2P-Technik Fasttrack eingereicht.
Vom Internetfernsehen im großen Stil ist Joost im Moment so weit entfernt wie vom Untergang, der in manchen Blogs bereits herbei geschrieben wird. Wer sich das Portal einmal anschauen will, braucht eine Einladung aus der Nutzer-Community. Sie ist leicht zu bekommen: Bitten Sie einfach einen Joost-Benutzer, sie dort einzuführen oder schauen Sie sich mal in diversen Blogs um. Dort werden häufig Einladungen angeboten.
Gestartet Anfang Mai hat der deutsche Müsli-Online-Anbieter mymuesli mit Firmensitz in Passau schon einiges an Höhen und Tiefen erreicht. Müsli-Fans können auf der Startseite ihr Wunschmüsli aus so gut wie allen möglichen Zutaten selbst zusammenstellen und anfordern. mymuesli mischt die Bestellung dann zusammen und schickt sie dem Kunden nach Hause.
Nur: Die Nachfrage war zuletzt so groß, dass das kleine Unternehmen derzeit nicht liefern kann. «Nicht etwa die Zutaten sind ausgegangen, sondern die mymuesli-Dosen», heißt es zur Erklärung im Müsli Blog. Neue Dosen sollen am 26. Mai eintreffen. Auch an einer neuen Umverpackung wird noch gebastelt. Bestellungen sind aber weiterhin möglich.
Für das Web ediert von Maik Söhler

