07.05.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Auch in Los Angeles wird es künftig Kontrollen bei der Ausreise geben
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Nicht mehr nur bei der Einreise, sondern auch beim Verlassen der USA sollen Menschen künftig biometrisch erfasst werden - obwohl das Pilotprojekt nicht sehr erfolgreich war.
In den USA soll der Einsatz biometrischer Kontrollen ausgeweitet werden. Das für Sicherheitskontrollen an den Grenzen der USA zuständige Ministerium für Innere Sicherheit entschied sich dafür, nachdem die Pilotphase abgeschlossen wurde.
«Die Änderung wird den Ablauf der Ausreise aus den Vereinigten Staaten für internationale Besucher vereinfachen und leichter zugänglich machen», wirbt das Ministerium für die nun beabsichtigte vollständige biometrische Überwachung der US-Grenzen. Bisher wurden die Fingerabdrücke und Gesichtsfotos nur bei der Einreise erfasst - jetzt auch bei der Ausreise.
Flughäfen wie Atlanta, Chicago, Denver, San Francisco oder Seattle hatten sich an dem dreijährigen Pilotprojekt zur automatisierten biometrischen Ausreise im Rahmen von US-VISIT (United States Visitor and Immigrant Status Indicator Technology) beteiligt.
Bei der Ausreisekontrolle gab es Automaten auf den Flughäfen, bei denen sich Reisende ebenfalls wieder per Fingerabdruck aus den USA «abmelden» konnten. «Während das Programm bewies, dass die Technologie funktioniert, so zeigte es auch, dass sich die Reisenden wenig daran hielten», teilt das Ministerium mit.
Eher verwirrendNach Golem.de-Beobachtungen waren die Automaten mitunter etwas unglücklich aufgestellt, wurden mangels Hinweisen übersehen und verwirrten eher, da nicht klar war, ob sie benutzt werden mussten oder nicht. Offensichtlich war die geringe Akzeptanz der Reisenden jedoch kein Grund für das US-Ministerium, die US-VISIT- Luftausreiseprozeduren nicht in den bestehenden internationalen Besucherausreiseprozess zu integrieren.
Losgehen soll es im Jahr 2008 in mehreren Schritten. Ob die Technik wirklich ausgereift ist, bleibt abzuwarten - zumindest für Fingerabdruck-Scanner gibt es laut Experten schon einige Möglichkeiten zur Überlistung.
Das «US-VISIT Program» liefert auf Biometrie basierende Identitätsmanagement-Dienstleistungen an Dienststellen der gesamten US-Regierung. Datenschützer sehen das kritisch, weil Gefahr zum Missbrauch besteht.(nz/golem.de)