05. Mai 2007 12:52
Die USK setzt die Altersfreigabe bei Computerspielen oft zu niedrig an. Kritiker werfen der Kommission vor, selbst schon abgestumpft zu sein.
Rund 20 Prozent der Einstufungen hielt das Forschungsinstitut demnach zudem für nur bedingt vertretbar. Die Studie soll dem Blatt zufolge in der kommenden Woche vorgestellt werden. Der bayerische Innenminister Günther Beckstein (CSU), der für ein Verbot von Killerspielen eintritt, nennt die Ergebnisse laut «Spiegel» alarmierend. Der Leiter des Forschungsinstituts und frühere niedersächsische Justizminister Christian Pfeiffer bemängelt, dass die USK-Prüfer die zahlreichen, oft mehr als 20 Stunden dauernden Spiele nicht komplett sichten könnten. Zudem seien sie möglicherweise selbst abgestumpft. Auch die staatliche Gegenkontrolle durch das federführende nordrhein-westfälische Familienministerium erweise sich vielfach als lasch, kritisierte der Experte. Sobald dort die Bewertung der USK bestätigt worden sei, dürfe die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien ein Spiel nicht mehr indizieren. Pfeiffer spricht sich dem Blatt zufolge aus, Gewaltspiele künftig schneller aus dem Verkehr zu ziehen. (AP)