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Kampf um das Internet der Zukunft

27. Apr 2007 09:44
Auch um die Gunst der kleinen User wird der Kampf geführt ...
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Nach dem Erfolg von Second Life rüstet die Cyber-Branche auf. Netzreporterin Caroline Benzel stellt die wichtigsten Entwicklungen vor.

Das Internet der Zukunft ist dreidimensional. Das glauben zumindest viele Unternehmen. Seit dem Erfolg des Online-Spiels Second Life (SL) entstehen rund um den Globus virtuelle Dritt- und Viert-Welten. «Das zwei- und dreidimensionale Internet werden verschmelzen», glaubt Sven Gábor Jánszky, Zukunftstrainer bei Forward2Business.

Davon ist Second Life noch weit entfernt. HTML-Seiten können bislang ebenso wenig in die virtuelle Welt integriert werden, wie die Sprachausgabe per Voice over IP. An beiden Anwendungen wird verstärkt gearbeitet, seit der Quellcode für die Welt des Zweitlebens veröffentlicht wurde.

Neue Welten entstehen

Jánszky geht davon aus, dass derzeit rund 50 Online-Welten entwickelt werden. «Die Frage ist nur, wer schneller ist: ob Second Life die technischen Probleme löst, oder zuerst neue Welten mit besserer Technologie auf den Markt kommen.»

Das ist bereits passiert. Seit März 2007 können Nutzer sich in der virtuellen Welt Kaneva anmelden, einer Mischung aus Second Life, dem Video-Portal Youtube und der Community-Site MySpace. Die Wohnung des Cyber-Ichs wird nicht nur mit virtuellen Möbeln ausgestattet, sondern auch mit realen Fotos und Musikvideos. Zusätzlich zum so genannten Avatar bekommen die Mitglieder eine Webseite, auf der sie ihr Profil anlegen können.

Mehr im Internet:
Die in Mountainview ansässigen Entwickler von Multiverse Network bereiten sich auf die neuen Welten vor. Das Unternehmen arbeitet an einem Standard, der es den Nutzern erlauben soll, mit ihren virtuellen Identitäten verschiedene Welten und Spielumgebungen zu betreten.

Dieses Ziel verfolgt auch IBM. Das Unternehmen hat für die neuen Anwendungen im 3D-Internet bereits einen neuen Geschäftsbereich gegründet, die Emerging Business Opportunity.

Ansgar Schmidt, Entwickler bei IBM erklärt in einem Podcast, dass die Schaffung offener Standards Priorität habe, um die verschiedenen Welten miteinander zu verknüpfen.

Avatare im Internet

Der Sprung der eigenen virtuellen Persönlichkeit, also des Avatars auf Websites, ist bereits geglückt. Wer sich bei Weblin oder Me.dium registriert hat, hat beim Surfen im Internet künftig seinen Avatar dabei. Surft ein weiterer Nutzer auf der gleichen Seite, wird dessen Figur ebenfalls sichtbar und man kann eine Unterhaltung starten. Das Lesen von Texten aber auch das Einkaufen wird dadurch zu einem gemeinschaftlichen Erlebnis.

Genau das sei das interessante an den virtuellen Welten, meint Zukunftstrainer Jánszy. «Man sieht den Avatar seines Gegenübers und kann viel realer auf den anderen zugehen, als in einem textbasierten Chat.»

Auf dieser Idee basiert auch das der 3D-Instant Messenger von IMVU. Wie in Second Life bauen die Nutzer sich einen eigenen Avatar, für den sie Kleider und Möbel einkaufen können. Diese Ausstattung wird auf der eigenen Homepage vorgeführt, als Teil der virtuellen Persönlichkeitsbildung. Interessiert das Profil eines angemeldeten Nutzers, hinterlässt man eine Nachricht auf dessen Seite oder beginnt einen so genannten 3D-Chat.

Hier geht's weiter zum zweiten Teil

 
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