netzeitung.deAmerikaner können per Telefon «googeln»

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Die klassische Suche mit Google (Foto: Screenshot nz<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Die klassische Suche mit Google
Foto: Screenshot nz
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Die Großen der Internet-Branche kämpfen um die Vorherrschaft in einem wachstumsträchtigen Markt: Sprachsuche. Google bietet seinen Dienst erst seit wenigen Tagen an.

Zu den dutzenden verschiedenen Google-Produkten ist in der vergangenen Woche ein weiteres hinzugekommen: Google Voice Local Search. Unter der Nummer «1-800-GOOG-411» erreichen Amerikaner eine neuartige Telefonauskunft.

Gegenüber sitzt aber nicht die nette Dame vom Amt, sondern lediglich ein Sprachcomputer, der erkennt, nach was der Anrufer fragt und welche Auskunft er gerne hätte. Gesucht werden kann nach Unternehmen und lokalen Dienstleistungen: Sie können einfach sagen «Giovanni's Pizza», erklärt Google auf seiner Website den neuen Dienst. Der Verbindung zur Pizzeria erfolgt dann kostenlos – die Details können sich die Kunden aber auch per SMS zuschicken lassen.

Nicht nur Google setzt auf diese so genannte Sprachsuche. Auch die Konkurrenz hat diesen noch in den Kinderschuhen steckenden Markt entdeckt. Er verspricht offenbar lukrative Geschäfte – immerhin war Microsoft bereit, 800 Millionen Dollar für eine kleine Firma aus dem Silicon Valley auszugeben.

Microsoft lässt mit Tellme suchen
Tellme Networks hat sich auf Stimmen-Erkennungssoftware spezialisiert und stammt aus einem Joint Venture zwischen Vodafone und Verizon. Das Unternehmen testet derzeit einen Service, bei dem neben dem Ergebnis auf dem Handy auch gleich eine Karte mit dem Weg zur gesuchten Firma angezeigt wird.

Hintergrund der Investitionen ist die Hoffnung, mit Werbung auf dem Handy künftig viel Geld zu verdienen. Konkurrent Yahoo bietet derzeit lediglich eine textbasierte mobile Auskunft an. Sprachsuche sei aber eine mögliche Option für die Zukunft, zitiert das «Wall Street Journal» Manager des Unternehmens.

Bisher wurde Spracherkennung von Anbietern eines Auskunfts-Dienstes lediglich dafür genutzt, die Personalkosten zu senken. Die neuen Konkurrenten aus dem Internet bieten die Auskunft dagegen grundsätzlich kostenlos an und versuchen, über Werbung Geld zu verdienen. (nz)