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Frauenversand-Website löst Proteste aus

04. Apr 2007 14:02
Frauen für alle Bedürfnisse
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Jeden Monat eine neue Frau zur Miete, die dem Hausherren jeden Wunsch von den Lippen abliest, verspricht eine belgische Website. Verbraucherschützer haben dagegen Klage eingereicht.

Internetreklame für einen angeblichen Frauenverleih hat in Belgien breiten Protest ausgelöst. Eine Verbraucherorganisation reichte nach Medienberichten vom Mittwoch Klage gegen das Unternehmen ein, das seinen Kunden eine Auswahl unter 9500 Frauen und die Lieferung per Post verspricht.

Mehr im Internet:
«Es ist inakzeptabel, Frauen wie eine Ware zu behandeln», kritisierte auch die Sozialistische Partei, die der Regierungskoalition angehört. Hinter der Werbung verbirgt sich ein DVD-Anbieter, der Filme – aber keine Frauen – per Post ins Haus liefert.

Mehr vom Leben mit Mietfrau

«Mietet eine Frau und habt was vom Leben», heißt es auf der Webseite, die kostenlose Tests verspricht. «Fügen Sie die gewünschten Modelle ihrer Liste zu und Sie erhalten Ihre erste Frau nach zwei Wochen.» Die Kunden könnten sie so lange behalten, wie sie wollten. Maximal acht Frauen können die Kunden angeblich mieten – für einen Monats-Preis von 1600 Euro.

Es gebe weder Strafen noch irgendwelche Einschränkungen. Wer von seiner Bestellung genug habe, brauche die Frau nur zurückzusenden und erhalte umgehend das nächste Modell von seiner Liste.

Schöne Überraschung

Angebliche Kunden von www.rentawife.be berichten, sie liebten den Wechsel und hätten stets mehrere Frauen zu Hause. Der «Frührentner Benoît P.» erklärt, er bestelle Frauen bei der Firma, um die Hausarbeit zu organisieren und sich ab und zu eine «Überraschung» zu gönnen. Die Startseite zeigt eine junge Frau beim Staubsaugen und anderen Hausarbeiten. Im Katalog können Kunden ihre Wunschfrauen nach Haar- und Augenfarbe, Körpermaßen, Alter und Hautfarbe aussuchen. Wollen die Kunde die Bestellung abschließen, landen sie allerdings auf der Website des DVD-Verleihs.

Das Institut für Geschlechtergleichstellung forderte, die Webseite «wegen Sexismus» sofort zu schließen. Die Verbraucherzentrale OIVO reichte Klage beim Belgischen Verband für Direkt-Marketing ein, weil die Werbung gegen das Verbot des Menschenhandels und andere Gesetze verstoße. Das Unternehmen, das die Webseite entwickelte, sieht darin hingegen nur eine «nette Parodie auf Webseiten für E-Commerce». Man wolle die Verbraucher damit überraschen, aber nicht verführen. (dpa)

 
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