BBC-Video stützt Verschwörungstheorie zu 9/11
Tatsächlich stürzte das Gebäude deutlich später ein.
In der Internet-Community sorgt dies für Verwirrung und heftige Spekulationen. Die BBC sei Teil einer Verschwörung, mutmaßen die einen, andere glauben an eine verfrühte Pressemeldung durch die Regierung.
Besonders Verschwörungstheoretiker, die einen minutiösen Plan hinter dem Einsturz der Gebäude vermuten, bekommen neuen Aufwind. Die merkwürdige Zeitverschiebung bei der Nachrichtenübermittlung stützt die Theorien derjenigen, die eine Beteiligung von Regierungen und Geheimdiensten an dem Attentat islamistischer Terroristen unterstellen.
Gegen solche Interpretationen wehrt sich nun die BBC. «Wir sind kein Teil irgendeiner Verschwörung», schreibt BBC-Chef Richard Porter. «Keiner hat uns vorgeschrieben, was wir am 11. September berichtet haben oder tun sollten.» Er sagt, im Chaos der sich überschlagenden Ereignisse seien viele sich widersprechende Meldungen eingegangen, die in der Kürze der Zeit erst verifiziert werden mussten. Verschwörungstheorien tritt Porter entgegen: «Falls wir sagten, dass das Gebäude in sich zusammenfiel, bevor es das tat, dann war es ein Fehler.»
Aufregung war zudem nach Meldungen entstanden, denen zufolge der News-Clip aus dem Internet gelöscht worden sei. Der Forderung, die Originalbänder zu überprüfen, aus denen die Aufnahmen stammen sollen, will die BBC nicht nachkommen. «Wir haben die Bänder nicht mehr.»
Für das Web ediert von Bodo Mrozek
