01. Mrz 2007 11:30
Sie können fliegen, schreiben und kopulieren, sind aber niemals zu hören - die virtuellen Menschen im Spiel Second Life. Nun soll sich das ändern: mit einer Sprachsoftware.
Die Besucher der 3D-Community Second Life sollen in Zukunft nicht mehr nur per Sprachblase und Textchat, sondern auch per Mikrofon miteinander kommunizieren können. Dabei setzt Linden Lab auf die Sprachkommunikations- Software von Vivox, die bald auch im Online-Rollenspiel Eve Online eingesetzt werden soll. Der Vivox-Sprachdienst soll dann direkt in Second Life integriert werden, so dass nichts zusätzlich installiert werden muss und auch kein zusätzliches Login erforderlich ist. Ziel sei es, die Kommunikation im echten Leben nachzubilden, so die Betreiber. Nur Nutzer, die sich im Second-Life-Grid in unmittelbarer Nähe befinden, können sich gegenseitig hören. Dabei soll per Raumklang die Zuordnung des Sprechers leichter werden. Allerdings ist es den jeweiligen Second-Life-Nutzern Linden Lab zufolge auch möglich, ihre Teilnahme an Sprachkonversationen selbst zu bestimmen.
Neben Gesprächsrunden zwischen beieinander stehenden Avataren soll es auch Freundes- und Anwesenheitslisten, Sprechindikatoren und Werkzeuge geben, die es erleichtern, miteinander in Kontakt zu bleiben - auch wenn der Gesprächspartner gerade gar nicht in Second Life zugegen ist. Von der Möglichkeit zur Sprachkommunikation sollen alle Anwendungen von Second Life profitieren - sei es das soziale, spielerische Miteinander, virtuelle Lehrveranstaltungen, sonstige Vorträge und geschäftliche Kontakte.
Mit der Sprach-Software würde die Kommunikation in Second Life dem Standard vieler Online-Spiele angeglichen werden. In vielen Spielen ist die Sprachverständigung per Mikrophon schon seit vielen Jahren üblich. Wie lange die Second-Life-Nutzer auf diese Aktualisierung warten müssen, ist bislang unklar. Noch wurde kein Datum für die Integration von Vivox genannt. (Golem.de)