28.02.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Neuer Ärger für StudiVZ-Gründer Ehssan Dariani
Foto: StudiVZ
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Schon wieder ist es zu einer peinlichen Panne beim Internet-Portal StudiVZ gekommen. Ein Hacker verschaffte sich Zugriff zu Passwörtern und Daten. Verantwortlich war ein Programmfehler.
Die Daten von bis zu 1,5 Millionen Nutzern des Internet-Portals StudiVZ sind abgeschöpft worden. Die Betreiber der Studenten-Plattform StudiVZ räumten ein, dass sich ein Hacker Zugang zu den Daten, Nachrichten und Passwörtern verschafft hat. Wie viele Nutzer betroffen sind, sei noch unklar. Das Unternehmen setzte alle Passwörter zurück und forderte die Nutzer auf, ein neues Passwort zu wählen. Möglich wurde der Hackerangriff durch einen Programmfehler, wie StudiVZ mitteilte.
Bitterer Angriff«Der Angriff ist gerade deshalb bitter, weil wir in den letzten Monaten viele Anstrengungen unternommen haben, um den missbräuchlichen Zugriff auf die Daten zu erschweren», sagte StudiVZ-Geschäftsführer Ehssan Dariani. Bereits im Dezember waren Sicherheitslücken aufgetreten. Die Betreiber stellten den Betrieb der Seite daraufhin für mehrere Tage ein.
Im Januar hatten die jungen Gründer von StudiVZ ihr Start-up für geschätzte 85 Millionen Euro an die Stuttgarter Holtzbrinck-Gruppe verkauft. Zuvor geriet die Online-Plattform immer wieder in die Kritik. So veröffentlichte Ehssan Dariani eine Party-Einladung mit dem Titelkopf des «Völkischen Beobachters», einer nationalsozialistischen Zeitung. Auch stellte Dariani Videos online, in denen er junge Frauen in der U-Bahn belästigte. Mit der Blog-Community brachte sich das Portal in Verruf, als es kritische Beiträge aus dem StudiVZ-Blog löschte. (nz)