NDR-Magazin verteidigt «Killerspiele»-Beitrag
26.02.2007
Herausgeber: netzeitung.de
In einer Stellungsnahme im Panorama-Forum meint die Fernsehredaktion dazu: «Auch die Zusatzpatches für gewaltsame sexuelle Handlungen sind problemlos herunterzuladen, auch wenn wir diese nicht im Detail gezeigt haben. Deutlich wird dadurch auch, dass die offizielle Handelsvariante diese Szenen nicht enthält.»
Panorama äußert sich zudem über die gezeigten Szenen aus «Call of Duty». Nach Meinung der Redaktion habe man hinreichend darauf hingewiesen, dass Hakenkreuze und andere NS-Symbole nicht Teil der deutschen Verkaufsversion seien. Zudem spricht Panorama von einer so genannten «Internetversion» des Spiels und erklärt: «Dort kann auch die Version 'Death Match' gespielt werden». Ziel sei es, «möglichst viele Menschen zu töten».
Auf der Webseite des Clans stellt Wichmann: «Mein Lächeln bezog sich auf eine lustige Aussage in Teamspeak, nicht auf irgendwelche Leichenballerei. Die gezeigten Szenen werden die mit Sicherheit selber gemacht haben. Von uns stammen sie jedenfalls nicht.»
Wie einer Meldung bei Heise.de zu entnehmen ist, hatte Panorama auch mit dortigen Redakteuren gesprochen, deren Aussagen aber nicht verwendet, weil der Beitrag sonst zu lang geworden wäre. Auch andere Journalisten kritisieren den Panorama-Beitrag deutlich.
So schreibt Christian Schmidt, leitender Redakteur bei «GameStar» in einem Kommentar auf der Webseite der Spiele-Zeitschrift: «Es ist Stimmungsmache, die dort im öffentlich-rechtlichen Fernsehen lief, kein Journalismus. An einer sachlichen Auseinandersetzung mit dem Thema nicht bemüht, trägt der Beitrag letztlich nur dazu bei, die Kluft zwischen Spielern und Nicht-Spielern zu vertiefen, Unverständnis zu streuen und Vorurteile zu bestätigen.» (Golem/nie)

