netzeitung.deChina blockiert mehr als 200 Webseiten

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Die chinesischen Behörden sind massiv gegen die Verletzung von Urheberrechten vorgegangen. Nach einer Razzia wurden zahlreiche Webseiten offline geschaltet.

Die chinesischen Behörden haben 205 Webseiten geschlossen und dies mit ihrem Kampf gegen die Verletzung von Urheberrechten begründet. Der stellvertretende Direktor der Nationalen Behörde für Urheberrechte, Yan Xiaohong, sagte in Peking, zwischen Ende September und Januar sei in mehr als 400 Fällen ermittelt worden.

Insgesamt seien Bußgelder in Höhe von 70.000 Euro verhängt worden. Zudem seien 71 Server konfisziert und sechs Fälle an Gerichte weitergeleitet worden, sagte Yan.

China wird häufig vorgeworfen, nicht ausreichend gegen die illegale Verbreitung von Musik und Filmen per Internet vorzugehen.

Yan bat daher um Verständnis und betonte, China arbeite ernsthaft an der Sache. «Da sich das Internet so schnell entwickelt wird es in China, wie auch anderswo, eine Zeit lang brauchen das in den Griff zu bekommen.»

Der Vize-Behördenchef beklagte den immensen Schaden, der durch Diebstahl geistigen Eigentums im Internet entstehe. Da die Interessen der Urheberrechtsinhaber «ernsthaft» geschädigt würden, komme es zu einer großen Anzahl von Streitigkeiten. «Die Ordnung im Internet wird zerstört», sagte Yan. (nz)