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Google will Bücher in Suchergebnisse aufnehmen

30. Jan 2007 16:02
Googles Büchersuche
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Wer bei Google sucht, bekommt in Zukunft auch Treffer in Büchern angezeigt. Derzeit digitalisiert der Suchmaschinenbetreiber die Bestände von Bibliotheken und Verlagen.

Der Suchmaschinenbetreiber Google will künftig bei allen Suchanfragen nicht nur Links zu Internetseiten, sondern auch Verweise auf Bücher anbieten. «Das Ziel ist es, in jedes Suchergebnis auch Links zu Büchern einzufügen», sagte Jens Redmer, Europachef von Googles Buchsuche-Projekt, am Dienstag bei einer Diskussion an der Universität Mainz.

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Im Rahmen des Projekts «Google Book Search» will der Suchmaschinenbetreiber alle jemals erschienen Bücher digitalisieren und über das Internet auffindbar machen. Dazu kooperiert das Unternehmen nach Redmers Angaben mit mehr als 10.000 Verlagen weltweit. Aus diesen Büchern werden allerdings nur Auszüge abrufbar gemacht und diese zudem mit Online-Shops verknüpft. Zusätzlich digitalisiert Google die Bestände von 13 Bibliotheken und will diese online komplett zugänglich machen.

Gedrucktes Wissen

Trotz des Wachstums des Internets seien derzeit schätzungsweise nur fünf bis sieben Prozent des Weltwissens über das Internet abrufbar, sagte Redmer. Der größte Teil der weltweit angesammelten Informationen existiert nach wie vor in gedruckter Form, also in Büchern.

Nach Redmers Ansicht stehen dem Buchmarkt in den nächsten Jahren allerdings tief greifende Veränderungen bevor. So werde beispielsweise die Interaktivität mit den Lesern zum wichtigen Bestandteil der Verlagsarbeit. Schon heute könnten die Arbeiten einiger Autoren von einem breiten Publikum rezensiert werden, ehe sie in Druck gehen. Durch die Entwicklung digitaler Datenbanken werde es zudem leichter, Bücher auch längerfristig für jedermann verfügbar zu halten.

Für den Bereich der Fachpublikationen rechnet Redmer mit einem deutlichen Rückgang der Anzahl gedruckter Bücher. Dass das gedruckte Buches ausstirbt, hält er jedoch für äußerst unwahrscheinlich. «Niemand will sich einen Bildband auf dem Bildschirm anschauen», sagte er.

Googles Buch-Digitalisierungsprojekt wird von vielen Verlagen abgelehnt. Sie argumentieren, Google verletze mit der Digitalisierung ihre Rechte. (nz)

 
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