Trotz des Wachstums des Internets seien derzeit schätzungsweise nur fünf bis sieben Prozent des Weltwissens über das Internet abrufbar, sagte Redmer. Der größte Teil der weltweit angesammelten Informationen existiert nach wie vor in gedruckter Form, also in Büchern.Nach Redmers Ansicht stehen dem Buchmarkt in den nächsten Jahren allerdings tief greifende Veränderungen bevor. So werde beispielsweise die Interaktivität mit den Lesern zum wichtigen Bestandteil der Verlagsarbeit. Schon heute könnten die Arbeiten einiger Autoren von einem breiten Publikum rezensiert werden, ehe sie in Druck gehen. Durch die Entwicklung digitaler Datenbanken werde es zudem leichter, Bücher auch längerfristig für jedermann verfügbar zu halten.
Für den Bereich der Fachpublikationen rechnet Redmer mit einem deutlichen Rückgang der Anzahl gedruckter Bücher. Dass das gedruckte Buches ausstirbt, hält er jedoch für äußerst unwahrscheinlich. «Niemand will sich einen Bildband auf dem Bildschirm anschauen», sagte er.
Googles Buch-Digitalisierungsprojekt wird von vielen Verlagen abgelehnt. Sie argumentieren, Google verletze mit der Digitalisierung ihre Rechte. (nz)