25. Jan 2007 14:11
Ein Hamburger Unternehmen für IT-Sicherheit hat ein halbes Jahr lang die Nutzung von Online-Killerspielen untersucht. Besonders beliebt ist ein Spiel, das den Zweiten Weltkrieg nachstellt.
Zu Beginn der Studie hatten die Experten zunächst nach einer Definition der Killerspiele gesucht. Danach beinhalten Killerspiele «die Jagd und das Töten von Menschen oder menschenähnlichen Avataren in mehrdimensionalen Welten». Die Experten prüften 52 Computerspiele aus dem Genre der Ego-Shooter auf diese Kriterien. Ego-Shooter, in den die Spieler Roboter oder Außerirdische jagen, gehörten demnach nicht zu den Killerspielen. Die Experten identifizierten insgesamt 16 Killerspiele, deren Online-Nutzung in Europa sie über einen Zeitraum von einem halben Jahr analysierten. Zu den am häufigsten genutzten Spielen gehörten «Counter Strike», bei dem Soldaten gegen Terroristen kämpfen, und «Call of Duty», bei dem Engländer, Franzosen, Amerikaner und Deutsche aufeinander schießen.
Während mehrere Bundesländer bereits ein deutschlandweites Verbot der Killerspiele vorbereiten, verteidigen die Computerspieler ihr Hobby. «Wir sind keine Killer», sagte ein Clan-Mitglied dem NDR. «Wir können zu jeder Zeit zwischen Spiel und Realität unterscheiden.» Vielmehr wirke Computer-Spielen auf diese Art wegen des Gruppenerlebnisses sogar kommunikationsfördernd und diene gleichzeitig dem Stress-Abbau. (nz)