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«Gesunde Online-Kultur» für China gefordert

25. Jan 2007 12:05
Hu Jintao
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Chinas Staatschef will nicht von der Kontrolle des Internet lassen. Von seinen Beamten fordert Hu, sich weiterzubilden - um das Netz besser regulieren zu können.

Chinas Staats- und Parteichef Hu Jintao hat die chinesischen Behörden aufgerufen, die «sich schnell entwickelnden Internet-Dienste in China besser zu regulieren». Auf einer Studiensitzung des Politbüros der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) forderte er, das Internet zu reinigen, um eine «gesunde Online-Kultur» zu schaffen, berichtete die staatliche Tageszeitung «Renmin Ribao» («Tägliche Volkszeitung»).

Auch wenn er Zensur nicht direkt erwähnte, stellte Hu klar, dass die Partei weiterhin die Kontrolle über die Chinas Surfer behalten werde. «Ob wir mit dem Internet zurecht kommen, ist eine Frage, die die Entwicklung der sozialistischen Kultur, die Sicherheit von Informationen und die Stabilität des Staates betrifft», sagte Hu. Die Regierung solle die im Internet zum Ausdruck gebrachte öffentliche Meinung mit technischen Mitteln leiten. An die Beamten appellierte Hu, sich weiterzubilden, um das Internet besser regulieren zu können.

Rege Diskussionen trotz Netzkontrolle

Der KPCh-Chef gilt als konservativ und als Befürworter der Medienzensur. So sollen etwa 40.000 Sicherheitsbeamte das Internet in China beaufsichtigen. Dennoch hat sich in China in den letzten Jahren eine rege Online-Kultur entwickelt. Beliebt ist vor allem die Nutzung von Diskussionsforen - eines der größten wird übrigens von «Renmin Ribao» betrieben. In den Foren wird aller Kontrolle zu Trotz auch über politische Missstände oder Fehltritte von Funktionären diskutiert.

Mehr in der Netzeitung:
Nach Angaben des offiziellen China Internet Network Information Center (CNNIC) nutzten Ende des Jahres 2006 137 Millionen Chinese das Internet. Das entspricht etwa einem Zehntel der Bevölkerung. Laut CNNIC ist die Internetnutzung gegenüber dem Vorjahr damit um 23 Prozent gewachsen. Es wird erwartet, dass China die USA in zwei oder drei Jahren als größte Internetnation ablöst. (nz)
 
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