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Vulkanausbrüche mit Google vorhersagen

17. Jan 2007 19:12
Google Earth
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Amerikanische Geowissenschaftler nutzen die Landkartensoftware «Google Earth» für den Katastrophenschutz. Eine Hamburger Initiative hat dagegen einen virtuellen 3D-Stadtplan der Hansestadt erstellt.

Die Landkartensoftware «Google Earth» begeistert User auf der ganzen Welt. Wie sieht meine Stadt, meine Straße, mein Haus von oben aus?, ist die nächstliegende Anwendung für die Sammlung aus Luft- und Satellitenbildern.

Amerikanische Geowissenschaftler nutzen das Programm jedoch für Forschungszwecke. So beobachten Forscher am National Snow and Ice Data Center der Universität in Boulder im US-Bundesstaat Colorado mit Hilfe von «Google Earth» Gletscher und Treibeis.

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Die Wissenschaftler von Alaska Volcano Observatory hingegen nutzen das Programm zur Vorhersage von Vulkanausbrüchen. John Bailey, Projektleiter an dem Observatorium, hat dazu ein spezielles Programm geschrieben, das auf dem Google entwickelten Dateistandard KML basiert. Das Programm wertet Daten über die Vulkane aus und erlaubt eine Einschätzung ihres Bedrohungspotentials. Das Ergebnis der Datenauswertung sind in eine Karte eingeblendete, farbige Dreiecke: Ein grünes Dreieck beispielsweise signalisiert keine Aktivitäten, ein rotes hingegen deutet auf die Gefahr eines Ausbruchs hin.

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Den Wissenschaftlern stehen zwar viele Daten von Satelliten, seismischen Sensoren und aus anderen Quellen zur Verfügung. Was ihnen jedoch lange gefehlt habe, war die Möglichkeit, die Daten zusammenzuführen und sie visuell darzustellen, um die aktuelle Situation besser im Blick behalten zu können, sagt Bailey. «Eine Landkarte ist bloß ein statisches Bild.» Man könne nicht hineinzoomen oder auf bestimmte Punkte fokussieren. Bailey erhofft ich von dem Programm die Möglichkeit, sehr schnell Bedrohungen zu erkennen und darauf reagieren zu können. Google Earth bietet all diese Möglichkeiten

Virtuelle Hansestadt

Weniger wissenschaftlich geht es beim Projekt «Hamburg in 3D» zu, das Google und die Initiative Hamburg@work ins Leben gerufen haben. Auf der Basis von « Google Earth» haben beide Partner einen fotorealistischen, dreidimensionalen Stadtplan der Hansestadt erstellt, über den Nutzer die Stadt virtuell erkunden können. Nach Angaben der Initiatoren ist Hamburg die erste Stadt Europas, die in einem Stadtplan im Internet dreidimensional dargestellt wird. Einen Termin für die Freischaltung des Angebots gibt es allerdings noch nicht. (nz)

 
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