Feedreader als Nachrichtenticker für jedermann17. Jan 2007 13:14  |  RSS-Button | Foto: nz |
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Mit Feedreadern können Nutzer Internet-Angebote im Auge behalten, ohne diese anzusurfen. Das Programm holt die aktuellen Inhalte auf den Computer.
Online-Zeitungen, Börsen-Nachrichten, Wetterberichte oder Weblogs – das Internet ist voller Angebote mit aktuellen Inhalten. Diese täglich aufs Neue anzusurfen, kostet jedoch viel Zeit. Einfacher wird es durch den Einsatz eines so genannten Feedreaders. Das ist ein Programm, das die neu eingestellten Einträge der bevorzugten Webseiten automatisch sammelt. So ist es möglich, mehrere Internetseiten mit relativ wenig Aufwand zu beobachten.
Siegfried Hirsch, Experte für Wissensmanagement und Social Software in München, vergleicht die Arbeitsweise eines Feedreaders mit einem Sekretär, der «alles Wichtige zusammensucht und sortiert». So könnten sich Internetnutzer beispielsweise eine Liste aktueller Nachrichten oder Weblog-Einträge ohne Spam auf den Computer holen.
Die Oberfläche vieler Feedreader erinnert an Mailprogramme. In einem Fenster sind alle abonnierten Websites, in einem anderen aktuelle Überschriften eines bestimmten Angebotes aufgelistet. Um einen Eintrag zu lesen, reicht ein Klick auf die Überschrift, und der Text erscheint im Textfenster. Es ist auch möglich, vom Feedreader aus direkt auf die Website zuzugreifen.
Um ein Angebot abonnieren zu können, muss dieses einen so genannten Newsfeed anbieten. Erkennbar ist der Feed an einem kleinen Symbol in der Adresszeile des Webbrowsers. Um den Feed dieser Site zu abonnieren, fügt man deren Linkadresse in den Feedreader ein. Um ein Angebot wieder zu abzubestellen, löscht man den Feed wieder aus dem Reader.
Weite Verbreitung haben die Newsfeeds vor allem in der Blogger-Szene gefunden. Kaum ein Nutzer jemand habe Zeit oder Lust, ein Weblog, das mehrmals täglich aktualisiert wird, ständig aufzurufen, sagt Michael Charlier, der das Angebot «Webwriting-Magazin» betreibt. Der Nutzer könne einfach den Feedreader mehrmals am Tag auf den bevorzugten Blogs vorbeischauen lassen und bleibe so auf dem Laufenden, ohne den ganzen Tag lang von Seite zu Seite surfen zu müssen. (nz/dpa)
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