Seit Jahresbeginn ist der Urheberrechtsschutz für die Werke des Schriftstellers Karl Kraus erloschen. Die von ihm herausgegebene Literaturzeitschrift «Die Fackel» ist deshalb jetzt über das Internet einsehbar.
Die österreichische Akademie der Wissenschaften hat die kompletten Jahrgänge der berühmten Literaturzeitschrift «Die Fackel» ins Internet gestellt. Das Angebot kann nach einer Registrierung kostenlos genutzt werden. Dabei können Nutzer online in Faksimiles der alten Zeitschriften blättern. Das Angebot verfügt auch über eine Suchfunktion, mit deren Hilfe gezielt in den Artikeln gesucht werden kann.
«Die Fackel» wurde 1899 von dem österreichischen Schriftsteller Karl Kraus gegründet. Bis zu Kraus' Tod im Jahr 1936 erschienen 922 Ausgaben, die insgesamt 22.500 Seiten umfassen. In den knapp 40 Jahren ihres Erscheinens war die Fackel sehr einflussreich.Die digitale «Fackel» ist ein Projekt der Akademie, die seit Mitte der 90er Jahre an einem Karl-Kraus-Textwörterbuch arbeitet. Dazu wurden alle Ausgaben der «Fackel» digitalisiert. Sie konnten allerdings erst zum Beginn des Jahres 2007 über das Internet zugänglich gemacht werden, da 70 Jahre nach Kraus' Tod der Urheberrechtsschutz für seine Texte verfallen ist. (nz)