netzeitung.deCebit in der Krise

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Die Computermesse Cebit in Hannover (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Die Computermesse Cebit in Hannover
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Wegen der Absage einiger großer Unternehmen hat die Deutsche Messe finanzielle Schwiergkeiten. Für das nächste Jahr hat der Veranstalter ein neues Konzept für die weltgrößte Computermesse angekündigt.

Die Deutsche Messe in Hannover rechnet in diesem Jahr wegen der Krise der Computermesse Cebit mit roten Zahlen. Das berichtet die Tageszeitung «Hannoversche Allgemeine Zeitung» am Dienstag. Danach erwartet der Veranstalter einen Verlust von knapp 6 Millionen Euro. Noch vor wenigen Monaten war die Gesellschaft von einem Plus von knapp 11 Millionen Euro ausgegangen.

Ein Grund für die erwarteten Umsatzeinbußen sind die Absagen einiger großer Aussteller auf der größten Computermesse der Welt. So haben für die Cebit 2007, die vom 15. bis 21. März stattfindet, unter anderem Nokia, Benq, Konica Minolta und Motorola ihre Teilnahme abgesagt. Die Deutsche Messe gab zu dem Bericht keinen Kommentar ab.

Als Hintergrund der Cebit-Krise gilt ein rasanter Wandel des Hightech-Marktes. Dazu zählt vor allem ein steigender Kostendruck. Messe-Vorstandsmitglied Ernst Raue schrieb laut den «Kieler Nachrichten» in einem Brief an die Aussteller, dies könne nicht ohne Auswirkungen auf die Cebit bleiben. Problematisch empfinden zudem laut dem Blatt deutsche Töchter ausländischer Großkonzerne die Tatsache, dass sie nicht mehr selbst bestimmen können, ob sie an der Cebit teilnehmen. Aus Ersparnis-Gründen sagten Konzernzentralen daher den Messeauftritt entweder ganz ab oder verkleinerten die Ausstellungsfläche.
Neues Konzept
Für das kommende Jahr 2008 hat die Deutsche Messe ein neues Konzept für die Cebit angekündigt. Dazu gehört auch eine veränderte Terminplanung: Bislang öffnet die Cebit von Donnerstag bis Mittwoch ihre Tore. Ab 2008 wird sie um einen Tag verkürzt und von Montag bis Samstag abgehalten. Außerdem soll die Cebit wieder mehr zur Messe für die Profis aus dem IT-Sektor werden und sich damit stärker gegen die stärker gegen die Internationale Funkausstellung (Ifa) absetzen.

Die stärker auf den Konsumenten ausgerichtete Berliner Ifa findet seit 2006 nach 35 Jahren wieder jährlich statt. Einige Unternehmen hatten daraufhin angekündigt, eine Teilnahme an der Cebit zugunsten der Ifa zu prüfen.

Schon im Jahr 2006 habe die Deutsche Messe ein leicht negatives Ergebnis verzeichnet, hieß es in Unternehmenskreisen. 2005 lag das Nachsteuerergebnis bei plus 11 Millionen Euro. Die ungeraden Jahre gelten bei der Messe wegen einer größeren Zahl von Veranstaltungen im Vergleich zu den geraden Jahren in der Regel als ertragsstärkere Jahre. (nz)