netzeitung.de132 Millionen Chinesen nutzen das Internet

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Internet-Café in China (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Internet-Café in China
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Bald können Chinesen auch drahtlos über das Mobiltelefon surfen: Der zuständige Minister hat den Start des neuen Mobilfunkstandards für dieses Jahr angekündigt.

Die Zahl der Internet-Nutzer in China wächst weiterhin ungebremst, berichtet die staatliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua. Nach den neuesten Zahlen des chinesischen Ministeriums für die Informationsindustrie (MII) nutzen derzeit 132 Millionen das Internet. Mehr als ein Drittel der Nutzer surfen über eine Breitband-Zugang.

Das dem MII unterstehende China Internet Network Information Center (CNNIC) veröffentlicht zwei Mal im Jahr eine Statistik über die Entwicklung des Internets in China. Dazu gehören auch aktuelle Nutzerzahlen. Im vergangenen Sommer lag die Zahl noch bei 123 Millionen. Die 100 Millionen-Grenze hatte das Land in der ersten Hälfte des Jahres 2005 überschritten. Das schnelle Wachstum der Nutzer treibt auch die Entwicklung von E-Commerce, Online-Werbung und Online-Computerspielen an.

Mobilfunk der dritten Generation
Zudem hat Wang Xudong, Chinas Minister für die Informationsindustrie, angekündigt, dass im Laufe des Jahres 2007 Mobilfunkangebote der dritten Generation starten. Nach jahrelanger Forschung und vielen Tests sei Chinas neue Mobilfunkgeneration jetzt marktreif, zitiert Xinhua Minister Wang. Der neue, schnelle Mobilfunk bietet nicht mehr nur Sprachkommunikation, sondern auch die Übertragung von Videos oder Bildern sowie drahtlosen Internet-Zugang. Bis zu den Olympischen Spielen im nächsten Jahr soll der Mobilfunk der dritten Generation zumindest in den Metropolen des Landes zur Verfügung stehen.

Nach einer aktuellen Studie des chinesischen Zentrums für die Entwicklung der Informationsindustrie(CCID) wollen sich 77 Prozent der 455 Millionen chinesischen Mobilfunknutzer ein neues Gerät zulegen, sobald diese auf dem Markt erhältlich sind. Nur sechs Prozent gaben an, auf die neue Technik zu verzichten. Entscheidender Erfolgsfaktor für die neue Mobilfunkgeneration sei der Gerätepreis. Jeder vierte Mobiltelefonierer ist laut der CCID-Studie nicht bereit, mehr als umgerechnet 100 Euro für ein neues Gerät auszugeben. Etwa ebenso viele gaben an, auch mehr als 240 Euro für ein Smartphone anlegen zu wollen.

Am meisten freuen sich die Nutzer auf Fernsehen unterwegs, Videotelefonate und einen schnellen Internetzugang, der beispielsweise das Herunterladen von Musikdateien ermöglicht.

China ist der größte Mobilunkmark der Welt. Die Zahl der Nutzer wächst derzeit um rund fünf Millionen im Monat. (nz)