netzeitung.deSchlechte Internetseiten machen krank

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'Geschwindigkeit, Funktionalität und Präzision': Google macht nicht krank (Foto: nz<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe 'Geschwindigkeit, Funktionalität und Präzision': Google macht nicht krank
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Nutzer reagieren mit mit Wutausbrüchen auf lange Ladezeiten und schlechtes Webdesign: Mit guter Gestaltung kann Stress beim Surfen minimiert werden.

Herzrasen, Schweißausbrüche, wütende Klicks auf die Maus oder wütendes Anschreien des Bildschirms sind laut einer britischen Studie die Symptome einer durch das Internet hervorgerufenen Krankheit. Ausgelöst werde dieses so genannte Mouse Rage Syndrome durch schlechte Webseiten: Lange Ladezeiten, unübersichtlich gestaltete Seiten mit umständlicher Navigation, ärgerliche Pop-Ups oder überflüssige Werbebanner treiben den Blutdruck hoch und dem Internet-Nutzer den Schweiß auf die Stirn.

Früher oder später infiziere das Mouse Rage Syndrome jeden Surfer, befand die Studie. Für die Untersuchung hatte das in der Universitätsstadt Oxford ansässige Social Issues Research Center (SIRC) Tests mit 2500 Probanden durchgeführt. Ihnen präsentierten die Forscher zunächst eine gut funktionierende Website und danach eine Reihe «verrückter Grafiken und langsam-ladender Seiten», beschreiben die Forscher ihren Versuchsaufbau.

Die meisten Testpersonen reagierten demnach mit ausgeprägten Anzeichen von Stress und Angst auf diese Seiten. «Einige Änderungen in der Muskelspannung waren recht dramatisch», urteilten die SIRC-Forscher. Solches körperliches Unwohlsein verringere die Konzentration und erzeugt Wut.

Als Gegenbeispiel nannten die Forscher die Seite von Google. «Die Testresultate zeigen, dass Nutzer sich auf den Websites, die sie besuchen, die Geschwindigkeit, Funktionalität und Präzision wie bei Google wollen, und das jetzt sofort.» Allerdings böten viele Webserver und die darauf gespeicherten Sites genau das nicht.

In Auftrag gegeben wurde die Studie vom britischen Web-Hoster Rackspace. Dessen Geschäftsführer Jacques Geyling appellierte deshalb an Anbieter, ihre Auftritte «so stressfrei wie möglich» zu gestalten. (nz)