21. Dez 2006 17:02
Nutzer reagieren mit mit Wutausbrüchen auf lange Ladezeiten und schlechtes Webdesign: Mit guter Gestaltung kann Stress beim Surfen minimiert werden.
Früher oder später infiziere das Mouse Rage Syndrome jeden Surfer, befand die Studie. Für die Untersuchung hatte das in der Universitätsstadt Oxford ansässige Social Issues Research Center (SIRC) Tests mit 2500 Probanden durchgeführt. Ihnen präsentierten die Forscher zunächst eine gut funktionierende Website und danach eine Reihe «verrückter Grafiken und langsam-ladender Seiten», beschreiben die Forscher ihren Versuchsaufbau.Die meisten Testpersonen reagierten demnach mit ausgeprägten Anzeichen von Stress und Angst auf diese Seiten. «Einige Änderungen in der Muskelspannung waren recht dramatisch», urteilten die SIRC-Forscher. Solches körperliches Unwohlsein verringere die Konzentration und erzeugt Wut.
Als Gegenbeispiel nannten die Forscher die Seite von Google. «Die Testresultate zeigen, dass Nutzer sich auf den Websites, die sie besuchen, die Geschwindigkeit, Funktionalität und Präzision wie bei Google wollen, und das jetzt sofort.» Allerdings böten viele Webserver und die darauf gespeicherten Sites genau das nicht.
In Auftrag gegeben wurde die Studie vom britischen Web-Hoster Rackspace. Dessen Geschäftsführer Jacques Geyling appellierte deshalb an Anbieter, ihre Auftritte «so stressfrei wie möglich» zu gestalten. (nz)